Holocaust-Denkmal Hersbruck Baumaßnahmen schreiten voran

Auf der Baustelle des Holocaust-Denkmals Hersbruck/Happurg herrscht reger Betrieb. Ende Januar soll der Dokumentationsort feierlich eingeweiht werden. In Hersbruck war ein Außenlager des KZ Flossenbürg.

Stand: 09.11.2015

Noch in dieser Woche soll der Pavillon am Standort Hersbruck aufgestellt werden, sagte Ulrich Fritz von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten dem Bayerischen Rundfunk. Auch die Präsentation, die im Inneren des trapezförmigen Gebäudes gezeigt werden soll, sei bereits fertig.

Arbeit unter Tage

Am zweiten Standort des Dokumentationsorts "KZ-Außenlager Hersbruck | Happburg" entsteht derzeit eine Parkmöglichkeit für Busse. Als nächstes sollen unter anderem eine Informationstafel und eine Vitrine installiert werden. Dort wird einer der Bohrhämmer ausgestellt, mit dem die KZ-Häftlinge dort einst eine unterirdische Fabrik anlegen mussten.

Blick von Happurg nach Hersbruck

Von einer Aussichtsplattform aus sollen Besucher außerdem den gut vier Kilometer entfernten Standort in Hersbruck sehen können. Der Pavillon dort wird auf Happurg ausgerichtet. Damit wollen die Verantwortlichen den Bezug zwischen beiden historischen Orten darstellen, so Fritz.

4.000 Tote

Die Kosten für den zweiteiligen Dokumentationsort belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 800.000 Euro. Das KZ-Außenlager Hersbruck existierte von 1944 bis 1945 und gehörte zum Konzentrationslager Flossenbürg. Von den rund 9.000 Häftlingen kamen etwa 4.000 ums Leben.