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Einen Monat nach Hochwasser Mittelfränkische Gemeinden brauchen weiter Spenden

Einen Monat nach dem verheerenden Hochwasser in und um Obernzenn und Flachslanden sind die Gemeinden weiter auf Spenden angewiesen. Die Gemeinden haben mit Schäden im zweistelligen Millionenbereich zu kämpfen.

Von: Matthias Rüd

Stand: 29.06.2016

Allein in Obernzenn beläuft sich der Schaden nach derzeitigen Schätzungen auf über zehn Millionen Euro, erklärte Bürgermeister Markus Heindel (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. In der Gemeinde wurde mittlerweile rund eine halbe Million Euro an Soforthilfen vom Freistaat an 200 Antragsteller ausbezahlt. Im Spendentopf befinden sich derzeit rund 150.000 Euro, so Heindel.

Häuser weiterhin unbewohnbar

Die Spendenkonten

Gemeinde Flachslanden
IBAN DE14 7655 0000 0000 2305 16
BIC BYLADEM1ANS

Gemeinde Obernzenn
IBAN: DE82 7625 1020 0430 3001 45
BIC: BYLADEM1NEA

Bayerischer Landkreistag - Körperschaft des öffentlichen Rechts
IBAN: DE46 7005 0000 0000 0830 00
BIC: BYLADEMMXXX

Während im Ortsbild dank etlicher Helfer die schlimmsten Schäden mittlerweile beseitigt werden konnten, laufen die Trockungsmaschinen in vielen Häusern weiter auf Hochtouren. Viele Erdgeschosse und auch ganze Häuser sind weiter unbewohnbar.

Im einzigen Supermarkt im Ort ist die Kühlung ausgefallen.

Ein älteres Ehepaar lebt seit einem Monat etwa im Wohnmobil vor ihrem Haus. Allein im einzigen Supermarkt des Orts liege der Schaden bei rund 150.000 Euro, so Betreiber Reinhard Bogendörfer. Hier war der gesamte Keller und auch der Verkaufsraum voll mit Wasser und Schlamm gelaufen. Die Kühlanlage und große Teile der Elektrik wurden zerstört, zwei wuchtige Tresore von den Wassermassen umgeworfen.

Chaos in den Straßen – niemand verletzt

Am 29. Mai hatte sich nach heftigen Regenfällen in Obernzenn, wie auch in Nachbargemeinden wie Flachslanden, eine wahre Sturzflut in den Ort ergossen. Auf einem Video im Internet ist zu sehen, wie Anwohner hüfthoch in den reißenden Wassermassen stehen. Wie durch ein Wunder wurde in und um Obernzenn durch das Hochwasser aber, anders als etwa in Niederbayern, niemand verletzt.

Die Aufräumarbeiten direkt nach dem Unwetter


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dildoldi, Mittwoch, 29.Juni, 07:43 Uhr

1. Spenden für Hochwasseropfer

Spenden ? Ich hör bzw. seh wohl nicht richtig ! Für genau so eine Situation hat man eine Institution, Staat genannt ! Schon mal davon gehört ? Und kommt mir nicht mit dem Spruch, dieser habe kein Geld. Dann schauen wir vorher mal, welcher Staat denn gemeint sein könnte, die Gemeinde, ok, da könnte durchaus Ebbe in der Kasse sein, das Land Bayern. da ist garantiert was zu finden, wenn man richtig sucht, ( wenns sein muss, helf ich ) und der Bund, na, da braucht man wohl keine Worte mehr. Ich finde es skandalös, originäre staatliche Aufgaben zu verweigern und so zu tun, als ob die Barmherzigkeit der Mitbürger gefordert sei, und es daran liegen könnte !

MfG