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GfK-Studie Brexit ist kein Thema mehr

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im August positiv entwickelt. Zu diesem Urteil kommt die aktuelle Konsumklima-Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung, GfK. Und von Brexit-Schock ist keine Rede mehr.

Stand: 26.08.2016

Ein Mann trägt in Nürnberg (Bayern) eine Tüte mit dem Logo des Unternehmens GfK | Bild: picture-alliance/dpa

Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, hat die deutschen Konsumenten nur kurz verunsichert, heißt es in der Studie der GfK. Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung befinden sich weiterhin auf hohem Niveau. Dagegen ist das Vertrauen in die Konjunktur noch einmal leicht gesunken.

Konjunktur setzt Abwärtstrend fort

Bereits im vergangenen Monat war ein erheblicher Dämpfer zu verzeichnen. Doch auch wenn sich dieser Effekt sich noch einmal leicht verstärkt hat, liegen die Konjunkturerwartungen der Deutschen insgesamt noch im positiven Bereich, berichten die GfK-Marktforscher. Die Anschläge in Würzburg, München und Ansbach hätten möglicherweise für eine leichte Verunsicherung gesorgt und damit verhindert, dass die Konjunkturerwartung zulegen konnte, lautet die Einschätzung. Denn eigentlich gehen die Bürger davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten weiterhin moderat wachsen wird.

Bruttoinlandsprodukt steigt

Mitarbeiter in der Autofertigung

Dies wird auch durch die kürzlich veröffentlichten ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt, BIP, im zweiten Quartal 2016 bestätigt. Demnach ist das BIP im zweiten Vierteljahr um 0,4 Prozent gegenüber der Vorperiode gewachsen. Das Auf und Ab bei der Einkommenserwartung setzt sich auch im August fort – allerdings auf sehr hohem Niveau. Nach den deutlichen Verlusten im Juli legt der Indikator aktuell wieder spürbar zu. Auch wenn die Verbraucher die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eher zurückhaltend beurteilen, sind sie in Bezug auf ihre eigene finanzielle Lage geradezu euphorisch, heißt es.

Weiterhin niedrige Zinsen

Die GfK-Forscher gehen davon aus, dass die sehr gute und stabile Beschäftigungslage, deutlich steigende Einkommen für Beschäftigte und Rentner sowie eine kaum vorhandene Inflation auch in den kommenden Monaten für einen ausgeprägten Einkommensoptimismus sorgen werden. Letztlich bleibe dadurch auch die Kauflust der Deutschen ungebrochen. Nicht zuletzt, weil sich abzeichne, dass die Europäische Zentralbank auch in den kommenden Monaten an den derzeit niedrigen Zinsen festhalten wird.


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