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Gesundheitsministerium in Nürnberg Nur wenige Mitarbeiter ziehen um

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gibt sich beim Umzug ihres Ministeriums von München nach Nürnberg optimistisch. Noch im Sommer will sie mit 30 Beschäftigen loslegen – gemeldet haben sich bisher nur wenige.

Von: Carlo Schindhelm

Stand: 19.06.2017

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) | Bild: picture-alliance/dpa

Von den über 200 Ministeriumsmitarbeitern haben sich bisher nur fünf dazu bereit erklärt, mit nach Nürnberg zu ziehen. Zunächst werden viele Mitarbeiter aus München pendeln. Außerdem will das Ministerium neue Mitarbeiter für Nürnberg gewinnen. Melanie Huml ist optimistisch, dass in Nürnberg sukzessive der künftige Dienstsitz des Gesundheitsministeriums entstehen werde. Allein für 2017 und 2018 soll der Umzug knapp sechs Millionen Euro kosten. In zehn Jahren soll der Umzug abgeschlossen sein.

SPD befürchtet "Luftschlösser"

Die SPD-Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger kritisiert, dass das Ministerium in Nürnberg in Räume einzieht, von denen man wisse, dass sie zu klein werden und man daher bald wieder ausziehen müsse. Sie fragt, warum die Beschäftigten nicht schon jetzt in einen "finalen Standort" einziehen. Schmitt-Bussinger fürchtet, dass es sich bei den Planungen um "Luftschlösser" im Wahlkampf handelt, die danach "verpuffen".

Nah und schnell nutzbar

Der Gesundheistministerin Melanie Huml hingegen ist es wichtig zu beginnen. Sie wollte einen Standort, der sehr nah am Hauptbahnhof gelegen und der schnell nutzbar ist. Später müsse man schauen, inwieweit noch weitere Räumlichkeiten nötig werden, so Huml. Im Sommer 2016 hatte die Landesregierung die Verlagerung nach Nürnberg beschlossen.


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Kommentare

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steamtrain, Dienstag, 20.Juni, 01:37 Uhr

8. alles wegen Söder

Das ganze Theater nur wegen unseres Finanzministers und seiner Selbst-Beweihräucherung. In München wurde für das Ministerium neu gebaut und nun nach knapp drei Jahren zieht unser Finanz(verschwendungs)minister das Gesundheitsministerium nach Nürnberg. Allem Anschein nach will sich Söder nur proflillieren und Nürnberg zu zweiten (vielleicht sogar zur ersten) Hauptstadt Bayerns machen und das ohne Rücksicht auf Verluste (vor allem im Steuersäckl). Nach seinen Reden will er anderen Orten neben München eine Chance geben. Nur verstehe ich den Sinn nicht warum hierzu Teile der Landesregierung zerfleddert und über das ganze Land verstreut werden.

Kritikwürdig , Dienstag, 20.Juni, 00:17 Uhr

7. Gesundheitsministerium sollte es eigentlich besser wissen.

Mit dem Zwangsumzug ist die Geschichte noch lange nicht beendet.
Der ohnehin sehr hohe Krankenstand in den Behörden wird dadurch weiter zunehmen.
Ich kann es niemand verübeln, denn eine Fernbeziehung mit Kindern ist für alle Familienmitglieder eine hohe Belastung und schafft sehr viele Probleme, denn nicht alle haben Omi und Opi zur Hand!
Wenn die gesamte Familie zusammen freiwillig umziehen will, dann ist das ok, aber wenn Kinder iihren Freundes- und Schulkreis sinnlos ( und nichts anderes ist so ein Zwangsumzug) aufgeben sollen, dann hat das massive Gesundheitsrisiken zur Folge.

Eine Gesundheitsministerin, die das nicht versteht, die ist vollkommen untragbar!

FoRiada, Montag, 19.Juni, 21:50 Uhr

6. Bayern muss halt einfach gegen jeden Trend sein

Während in der Bundesregierung alles versucht wird, die unsinnige und kostenintensive Trennung der Ministerien zwischen Berlin und Bonn zu beenden, geht Bayern genau den umgekehrten Weg. Die Kosten die dadurch entstehen (Millionen!) trägt ja der "dumme" Steuerzahler und somit auch das treue CSU-"Wahlvieh". Es wäre interssant zu erfahren, was die Pendelei der Beamten zwischen ihrem Wohnsitz München und dem Dienstsitz Nürnberg den Steuerzahler auch noch zusätzlich kosten wird.
Einfach nur hirnrissig, aber Hauptsache der Herr Söder wird ruhig gestellt. Banananrepublik Bayern, mehr sog i ned!

  • Antwort von Staatsdiener, Dienstag, 20.Juni, 18:27 Uhr

    " Es wäre interssant zu erfahren, was die Pendelei der Beamten zwischen ihrem Wohnsitz München und dem Dienstsitz Nürnberg den Steuerzahler auch noch zusätzlich kosten wird."
    - Nicht mehr und nicht weniger, als die Pendelei derer, die aus Nürnberg, Regensburg, Bayreuth,... nach München pendeln.
    Wie unter #4 schon angemerkt wurde: Pendlerstress und Wochenendbeziehungen der Münchner sind nicht schlimmer bzw. deren Familien nicht wertvoller als anderswo in Bayern.

Winfried Kujawa, Montag, 19.Juni, 20:32 Uhr

5. Besser benötigten Wohnraum finanzieren!

Könnten mit diesen Geldern nicht lieber benötigte Wohnungen gebaut werden? Warum diese sinnlose Idee, die uns Steuerzahlern nicht egal sein kann!

Ariane, Montag, 19.Juni, 14:27 Uhr

4. Umzug

Komisch, in der freien Wirtschaft werden die Mitarbeiter auch nicht gefragt, ob sie bereit sind umzuziehen. Da heißt es mitgehen, oder tschüß - aber auf Kosten der Steuerzahler geht's ja.

  • Antwort von Beamtin, Montag, 19.Juni, 16:59 Uhr

    Ich kann Sie beruhigen, Ariane, normalerweise werden Beamte auch nicht gefragt, sondern einfach so versetzt. Steht irgendwo so im Beamtenrecht, dass das sein darf. Ich bin damals nach München versetzt worde - ich wollte nicht hin, wurde aber nicht gefragt und mit einem Hinweis auf Notwendigkeit, Erfordernisse oder "tschüß" zum Schweigen gebracht; meine Versetztungsanträge wurden nach neun Jahren dann endlich genehmigt. Mein Bruder sitzt schon seit 13 Jahren in Oberbayern und bekommt bei jedem gestellten Antrag eine pampige Auskunft mit Notwendigkeit, Erfordernissen oder "tschüß".
    Warum hier so ein öffentlichkeitswirksamer Zirkus veranstaltet wird, weiß ich nicht. Vermutlich, weil alle sehen sollen, was die Regierung und ihre Mitarbeiter doch für Opfer bringen muss. Lebensmittelpunkte oder Familien, die in München zurückgelassen (oder herausgerissen) werden müssen sind nämlich viel mehr wert, als die selben in Hof, Weiden, Würzburg,...