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Rückzug auf eigenen Wunsch Vorstandschef Dieter Bellé verlässt Leoni vorzeitig

Die Geschäfte laufen auf Hochtouren, trotzdem verlässt Leoni-Chef Dieter Bellé im Januar vorzeitig das Unternehmen. Lange waren die Gründe unklar. Nun erklärte Bellé, die zurückliegenden Jahre hätten einfach zu viel Kraft gekostet.

Von: Matthias Rüd

Stand: 15.11.2017

Dieter Bellé, Vorstandsvorsitzender von Leoni | Bild: picture-alliance/dpa

Als Chef des mittelfränkischen Kabelherstellers musste Bellé eine Gewinnwarnung aussprechen, chaotische Verhältnisse in rumänischen Werken ordnen und einen Internetbetrug verkraften – allein der kostetet Leoni 40 Millionen Euro. Zuletzt fiel auf, dass Leoni zu wenige Lizenzgebühren bezahlt hatte.

Erfolgreiche Amtszeit

Nach 17 Jahren im Vorstand gehe Dieter Bellé auf eigenen Wunsch und das mit gutem Gewissen, erklärte er. Noch nie hätte Leoni mehr Aufträge in den Büchern stehen gehabt. Der Betrug sei endgültig aus den Geschäftszahlen verschwunden. Das Geschäft mit E-Mobilität entwickele sich, nicht sprunghaft, aber stetig.

Gewinnprognose erhöht

Zuletzt konnte Leoni einen europäischen Autobauer gewinnen – er bezieht alle Kabel für seine E-Mobilität-Plattform aus Nürnberg. Im dritten Quartal machte das Unternehmen 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Leoni mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 220 Millionen Euro, nicht mehr 210 Millionen wie bisher. Wer Dieter Bellé nachfolgt, das ist noch offen. Die Suche laufe auf Hochtouren, so der Noch-Vorstandschef.


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