14

Nach Fan-Ausschreitungen 1. FC Nürnberg muss Zuschauer ausschließen

Wegen Fanausschreitungen bei zwei Auswärtsspielen hat das DFB-Sportgericht den 1. FC Nürnberg dazu verurteilt, bei einem Spiel seine Zuschauer teilweise auszusperren. Außerdem müsse die Sicherheit im Stadion verbessert werden.

Von: Christian Schiele & Andreas Schuster

Stand: 21.03.2017

Leere Ränge im Nürnberger Stadion | Bild: picture-alliance/dpa

Beim Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am 15. April müssen im Nürnberger Stadion die Blöcke 7, 9 und 11 geschlossen bleiben. So lautet das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Sicherheit muss verbessert werden

Außerdem muss der Club in diesem Jahr mindestens 50.000 Euro in bauliche Maßnahmen investieren, um die Sicherheit im heimischen Stadion zu verbessern. Dies muss der 1. FC Nürnberg dem DFB bis zum 31. Dezember 2017 nachweisen.

"Das Sportgericht hat in seinem Urteil berücksichtigt, dass der 1. FC Nürnberg zuletzt konsequent Disziplinierungsmaßnahmen gegen eigene Problemfans ergriffen hat. Je mehr ein Verein selber zur Verhinderung von Ausschreitungen tut, desto weniger müssen wir tun."

Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts

1. FC Nürnberg: Das Urteil schmerzt

Unterdessen hat der 1. FC Nürnberg auf die Strafe des DFB-Sportgerichts reagiert.

"Es schmerzt uns natürlich, dass wir erneut einen wirtschaftlichen Schaden durch das Urteil hinnehmen müssen. Darüber hinaus ist es für viele Fans natürlich negativ, die durch die Strafe jetzt kollektiv mit in die Verantwortung gezogen werden."

Katharina Frisch, Leiterin der Unternehmenskommunikation des 1. FC Nürnberg

Die betroffenen Fans müssten nun auf andere Bereiche des Stadions ausweichen.

Urteil rechtskräftig

Das Urteil ist rechtskräftig, der Club hatte während der mündlichen Verhandlung im Frankfurter Hermann-Neuberger-Haus dem Urteil zugestimmt. Bestraft wurden Entgleisungen einiger Club-Fans bei zwei Auswärtsspielen. Zum einen ging es um das DFB-Pokalspiel bei Viktoria Köln am 20. August 2016. Damals hatten Nürnberger Fans ein Banner an einem Fluchttor angebracht. Es war deshalb zu Diskussionen gekommen, bei denen Ordner beleidigt wurden.

Spielunterbrechung wegen Pyrotechnik

Nürnbergs Fans brennen Pyrotechnik ab beim Spiel gegen den Karlsruher SC

Außerdem ging es um das Zweitligaspiel beim Karlsruher SC am 16. Oktober 2016. Damals zündeten Club-Fans Pyrotechnik, die Partie musste von Schiedsrichter Felix Zwayer in der Schlussphase für rund sechs Minuten unterbrochen werden.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

Alle Regionen

Regionen Bayerns Region Unterfranken auswählen Region Mittelfranken auswählen Region Oberfranken auswählen Region Oberpfalz auswählen Region Niederbayern auswählen Region Oberbayern auswählen Region Schwaben auswählen

14

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Miranda, Mittwoch, 22.März, 08:16 Uhr

12.

Ich frag mich schon seid langem, wieso Fußball mehr oder weniger rechtsfreier Raum zu sein scheint und es hingenommen wird, dass friedliche Fans und Bevölkerung gefährdet und belästigt werden. - Wenn Vereine hartnäckige Hooligan-Gruppen zu ihren Fans zählen "dürfen" dann sollte man nicht für einige wenige Spiele einen Teil der Blöcke sperren, sondern den Verein mal eine ganze Saison vor vollständig leeren Rängen spielen lassen. - Die Bevölkerung der Veranstaltungsorte wird es freuen.
Außerdem finde ich es lächerlich, dass man nicht dahinter kommt, wer die Krawallmacher sind. Warum mischt sich nicht mal Zivilpolizei unter die Ultras, da wird man schon fündig. Wer sich grob daneben benimmt, erhält Stadionverbot und ne Strafe wie andere Kriminelle. Konsequent durchgezogen wäre schnell Schluss mit dem Theater.

Günter Bürner, Dienstag, 21.März, 22:41 Uhr

11. Zuschauer

Der Club sollte solche Zuschauer zur Rechenschaft ziehen.solche Ausschreitungen gab es im Zabo niemals.Die Vereine sollten mehr Durchsuchungen durchführen9

Barbara, Dienstag, 21.März, 20:45 Uhr

10. Ich bin kein Fußball-Fan und war noch nie in einem Fußball-Stadion,

aber daß ein 19jähriger Fußballer von einem fünf Meter langen Krokodil gefressen wurde, das geht einem doch zu Herzen. So geschehen, in Mosambik, Süd-Ost-Afrika: Als der 19jährige beim Joggen am Strand entlanglief und sich kurz abkühlen wollte, schoß blitzschnell ein Krokodil aus dem Meer und packte den Fußballer an der Hüfte und zog ihn weg. Zwei Mit-Jogger, die das mit ansehen mußten, konnten nicht helfen. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

  • Antwort von Zauberin, Mittwoch, 22.März, 00:01 Uhr

    ?!?!?!?!?

    Warum nur erkenne ich keinen Bezug zum Artikel?

    Es gibt keinen ... :-(

bernd, Dienstag, 21.März, 17:49 Uhr

9. Sprinkleranlage

Habe eine tolle Idee: einfach eine leistungsfähige Sprinkleranlage über den betreffenden Blöcken installieren und bei Bengalos aus Gründen des Brandschutzes voll aufdrehen. Hilft garantiert.

Hannes, Dienstag, 21.März, 14:57 Uhr

8. Fans??????

Das sind doch keine Fans - das sind Chaoten!! Und die restlichen Fans schauen zu und die Ordner auch! Wie kann es von Ordner geduldet sein dass "Fans" vermummt im Stadion sind.

  • Antwort von Cosi , Dienstag, 21.März, 16:23 Uhr

    Hannes ganz meiner Meinung.!