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Auf nach Franken! Deutsches Museum bekommt Zweigstelle in Nürnberg

Eine Million Besucher strömen jedes Jahr in das Deutsche Museum in München. Jetzt soll das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt eine Zweigstelle in Nürnberg bekommen. Derzeit läuft die Standortsuche.

Stand: 12.03.2016

Historische Flugzeuge im Deutschen Museum in München | Bild: pa/dpa/Peter Kneffel

Das Deutsche Museum in München soll eine Zweigstelle in Nürnberg bekommen. Finanzminister Markus Söder will dafür noch vor der Sommerpause die Weichen stellen. Derzeit liefen Verhandlungen über mehrere denkbare Standorte im Nürnberger Stadtgebiet, sagte Söder. Läuft alles nach Plan solle die Zweigstelle bis 2018/2019 eröffnen. Über die Finanzierung werde derzeit noch diskutiert. Der Freistaat hat als Anschub bereits acht Millionen Euro eingeplant.

Teil der Nordbayern-Initiative

Das Projekt ist Teil der Ende 2014 beschlossenen "Nordbayern-Initiative". Am Geld werd es nicht scheitern, betonte Söder. Wie stark sich der Freistaat langfristig beteiligt, ist noch unklar. Das Deutsche Museum sei jedoch eine selbstständige Anstalt, die der Freistaat schon bisher mit 30 Millionen Euro im Jahr unterstütze, so Söder. Zum Konzept wollte sich der Finanzminister noch nicht im Detail äußern. Dies sei derzeit noch in der Abstimmung zwischen dem Museum, dem Kultus- und dem Finanzministerium.

"Es soll etwas Besonderes werden, nicht nur ein Ableger von München. Es muss einen eigenständigen Charakter haben und dem Niveau des Deutschen Museums entsprechen."

Markus Söder

Zentraler Standort gesucht

Möglicher Standort: Das ehemalgie Kaufhaus am Aufseßplatz.

Die Zweigstelle soll interaktives Angebot bekommen, dass vor allem auch Schulklassen und Studenten ansprechen soll. Auch die Frage der Größe und Mitarbeiterzahl werde derzeit noch geklärt. Je nachdem, welcher Standort am Ende gewählt werde, könne man die Ausgestaltung flexibel "an die Lokalität anpassen", sagte Söder. Ein möglicher Standort sei der Aufseßplatz in der Südstadt, wo ein jahrelang leerstehendes Kaufhof-Gebäude nun einen neuen Eigentümer hat, der das Haus abreißen und hier neu bauen will. Der Standort des Deutschen Museums müsse in jedem Fall zentral sein.

"Attraktivität der Region erhöhen"

Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner begrüßt die Einrichtung des Museums. "Das wird uns gut tun und die Attraktivität der Region weiter erhöhen", sagte sie. Die Nürnberger Landtagsabgeordnete Verena Osgyan (Grüne) sagte, sie hoffe, dass das Museum noch in dieser Legislaturperiode gebaut werde. Je länger sich die Verhandlungen hinziehen, desto schwieriger werde das. Immer wieder fahre die Staatsregierung in Nordbayern eine "ambitionierte Ankündigungspolitik und dann zieht es sich in die Länge", sagte Osgyan. Besser sei es, Projekte erst anzukündigen, wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind. Zwischen Ostern und Pfingsten solle der Generaldirektor des Deutschen Museums, Wolfgang Heckl, im Wissenschaftsausschuss des Landtags zu den bisherigen Planungen informieren. Hier erhoffe sie sich Antworten zur Standortfrage und zum laufenden Unterhalt.


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Barbara, Samstag, 12.März, 15:29 Uhr

2. Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, daß Oskar von Miller,

der Erbauer des Deutschen Museums in München, das Museum mitten in die Isar hineingebaut hat. Warum wollte er diesen großen Bau unbedingt mitten in die Isar hineinbauen? Hat er denn nie daran gedacht, daß die Isar auch einmal Hochwasser haben kann? So geschehen vor einigen Jahren, als bei einem riesigen Hochwasser die Fluten fast in die Kellerfenster des Deutschen Museums hineinströmten. Warum hat Oskar von Miller dieses Museium mitten ins Wasser gebaut?

  • Antwort von Heinrich, Sonntag, 13.März, 06:14 Uhr

    Er hat es nicht mitten in die Isar gebaut, sondern auf eine Insel, die dort schon immer war und bereits auch bebaut war. Die sogenannte Kohleninsel wurde bei Bau auch entsprechend gegen Hochwasser geschützt. Dass es natürlich trotzdem mal knapp werden kann mit dem Wasser, ist klar. Von größeren Überschwemmungen wäre mir aber nichts bekannt.

  • Antwort von durchfeuchtetes Exponat, Sonntag, 13.März, 07:45 Uhr

    Und trotzdem ist der Standort Unsinn.
    Fragen sie mal den Generaldirektor nach den massiven Problemen mit Feuchtigkeit in den Kellerdepots.

Ostbayer, Samstag, 12.März, 13:18 Uhr

1. Wahlgeschenke

Die Nordbayern Initiative scheint mir eher eine Nürnberger Initiative für Söders Wahlkreis zu sein

  • Antwort von jw, Samstag, 12.März, 17:04 Uhr

    Und sonst nix Anderes.
    Aber man (wer das auch immer ist) lässt ihn machen und machen. Kein Unsinn kann groß genug sein, dass Söder davor zurückschreckt. Anscheinend hats Seehofer nun auch schon bemerkt und das soll was bedeuten!
    Wenns nicht so elend wäre, müsste man darüber lachen.