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DAK-Gesundheitsreport 2016 Nürnberger sind häufiger krank als der Durchschnitt

Seelische Leiden sind 2016 der häufigste Grund für Krankschreibungen in Nürnberg gewesen. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK hervor. Insgesamt sind die Nürnberger häufiger krank als der bayerische Durchschnitt.

Von: Anja Bühling

Stand: 17.07.2017

Mann steht am Fenster | Bild: picture-alliance/dpa

Wie die Krankenkasse heute (17.07.17) bekannt gegeben hat, ging jeder fünfte Fehltag auf psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände zurück. Damit liegen psychische Erkrankungen auf Platz eins als Grund für eine Krankschreibung, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie Atemwegserkrankungen auf Platz drei.

Mehr Krankentage in Nürnberg als im Landesdurchschnitt

Insgesamt ist der Krankenstand in Nürnberg 2016 leicht gesunken. Mit 3,7 Prozent gab es in der Region aber dennoch einen etwas höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt. Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 37 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Bayern wurde mit 4,4 Prozent in den unterfränkischen Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld verzeichnet. Der niedrigste mit jeweils 2,7 Prozent in München und Starnberg.

Analyse zu Schlafstörungen

Zudem hat die DAK bayernweit untersucht, wie es um Schlafstörungen und nächtliche Erholung bei den Arbeitnehmern steht. Dazu wurden die Fehlzeiten von fast 340.000 erwerbstätigen Mitgliedern der DAK-Gesundheit in Bayern untersucht und mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Ein Fazit: Rund 77 Prozent der Erwerbstätigen in Bayern berichteten von Schlafproblemen. Damit stieg der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen Arbeitnehmer zwischen 35 und 65 Jahren um 57 Prozent an.

Mehr Arbeitsausfall wegen Schlafstörung

Dieser Trend wirkt sich laut der DAK-Analyse für Bayern auch bei den Krankmeldungen aus. So verdoppelten sich seit 2005 die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen auf jetzt 3,38 Tage je 100 Versicherte. Die Ursache für diese Probleme sind nach Angaben des Reports die Arbeitsbedingungen und damit verbundener starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden, Nachtschichten sowie die ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend.


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Kommentare

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Fragen über Fragen, Dienstag, 18.Juli, 00:18 Uhr

2.

Also es gibt Kreise mit höherem Krankenstand als der bay. Landesdurchschnitt und es gibt Kreise mit niedrigerem.
Ich bin zwar kein Nürnberger, aber weswegen wurde Nürnberg gleich nochmal herausgepickt?

Nürnberger, Montag, 17.Juli, 18:30 Uhr

1. Geldverschwendung

Wie viele Millionen hat diese Studie die Beitragszahler gekostet und welchen Nutzen hat der Beitragszahler davon?

  • Antwort von dildoldi, Dienstag, 18.Juli, 07:38 Uhr

    Wieso Nutzen für den Beitragszahler ? Seit wann gehts denn darum ? Es geht um den Nutzen für die, die die Studie erstellt haben, sonst um garnichts ! Soll wohl ein Argument für die anstehende Tariferhöhung sein, die armen Krankenversicherer stehen kurz vor dem Ruin, wie ja jeder weiss. Und nichtssagend und irrelevant ist dieses Geblubbere ohnehin, die erheblich höhere Anzahl der AOK Versicherten schnarcht offenbar die Nächte wohlbehalten durch und es geht ihnen blendend. Sind wohl alle keine Nürnberger.

    MfG