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Frankenschnellwegausbau Bund Naturschutz weist "Bremser"-Kritik zurück

"Wir sind nicht der Watschenmann der Stadt Nürnberg für eine verfehlte Politik der letzten Jahre", sagte BN-Chef Hubert Weiger zur Kritik der Stadt Nürnberg am Bund Naturschutz. In dem Streit geht es um Verzögerungen beim Frankenschnellwegausbau in Nürnberg.

Stand: 17.02.2017

Die Stadt hatte dem Bund Naturschutz im Ringen um eine außergerichtliche Einigung vorgeworfen, völlig überzogene Forderungen zu stellen. So verlangt der Bund Naturschutz von der Stadt Nürnberg in den nächsten zehn Jahren Investitionen in Radwege, Lärmschutz und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Im Gegenzug würde der Naturschutzverband auf eine Klage gegen das seit vielen Jahren geplante Verkehrsprojekt verzichten.

BN befürchtet "Lastwagenkolonnen"

Weiger sagte diesbezüglich in Nürnberg, der Bund Naturschutz habe den Frankenschnellwegausbau "im Interesse der Gesundheit von Zigtausenden Menschen" schon immer abgelehnt.

"Wenn wir das Projekt schon nicht verhindern können, wollen wir wenigstens das Beste für die Menschen im Ballungsraum herausholen."

Hubert Weiger, Chef Bund Naturschutz

Bereits heute könne die Stadt Nürnberg die Vorgaben zur Luft-Reinhaltung nicht erfüllen. Der Bund Naturschutz befürchtet "ununterbrochene Lastwagenkolonnen" auf der künftig ausgebauten Stadtautobahn.

Die Stadt Nürnberg plant seit Jahren, der Strecke mit morgendlichem Dauerstau kreuzungsfrei auszubauen. Um die Bürger zu schützen, ist ein zwei Kilometer langer Tunnel geplant. Derzeit wird mit Kosten in Höhe von 500 Millionen Euro für das Projekt gerechnet. Der Freistaat hatte bereits Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro zugesagt. Deshalb hatte die Stadt Nürnberg bereits Personal für die Bauplanung eingestellt. Allerdings hatte sich der Beginn der Arbeiten unter anderem wegen einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung immer wieder verzögert.


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Ronny Hauf, Montag, 27.Februar, 09:14 Uhr

3. Artenschutz vom Feinsten durch Bund Naturschutz (BN) in Nürnberg

Die gemeine „Rückstau-Schlange“.
Man kann diese tierisch nervende Spezies, die zur Gattung der Kfz gehört, deutschlandweit antreffen. Da sie innovative Verkehrsplaner zu den Schädlingen zählen, darf sie überall bekämpfen werden. Städte und Gemeinden investieren hohe Summen um Maßnahmen gegen die „Rückstau-Schlange“ zu ergreifen. Nicht so möglich bei der Eigen-Art der extrem gemeinen „Autobahn-Rückstau-Schlange“ auf der A73 bei Nürnberg. Der BN kämpft seit Jahren um den Erhalt dieser fast ausgestorbenen Spezies.
Betroffene nennen dies eigenartig!
Der BN sieht die A73 in Nürnberg als letztes Rückzugsgebiet der „Autobahn-Rückstau-Schlange“ und setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich für eine ganzjährige Schonzeit ein.
Vor kurzem ist dem BN wieder ein grandioser Schachzug für den Erhalt der „Autobahn-Rückstau-Schlange“ gelungen.
Für viele Jahre ist der Bestand gesichert.
Ich gratuliere dem BN und mache mich aus dem Feinstaub.
Blockierende Grüße Ronny

Hannes, Montag, 20.Februar, 10:30 Uhr

2. Stau an den Rampen

Seit Jahrtzehnten staut sich der Verkehr "an den Rampen". Das wird gewiss ein imensen CO2 Ausstoß zusätzlich verursacht haben. Das haben der BN und die Grünen durch ihre Verweigerungshaltung mit zu verantworten.

Uwe Kraußer, Sonntag, 19.Februar, 13:33 Uhr

1. So so....

Der BN befürchtet Lastwagenkolonen.....isteressant. Seit Jahren quälen sich die LKW über den Ring bzw. die Von Der Thann Strasse, um vom Hafen in Richtung Norden zu kommen. Ich glaube wenn die Lastwagen kreuzungsfrei über die A73 rollen, werden weit weniger Schadstoffe und Bremsstaub in die Luft geblasen. Zwischen Hafen und der Anschlussstelle Nürnberg-Fürth eine Begrenzung auf 60 KmH wäre weit umweltfreundlicher.