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Blitzmarathon-Bilanz Mittelfranken Wenige Raser – zufriedene Polizei

Nach dem fünften bayernweiten Blitzmarathon zeigt sich die mittelfränkische Polizei zufrieden. Die meisten Autofahrer hatten einen leichten Gasfuß, ein paar Unverbesserliche gingen trotzdem ins Blitzer-Netz.

Stand: 20.04.2017

Mobiles Blitzgerät auf der Bundesstraße | Bild: picture-alliance/dpa

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Messstellen wurden größtenteils eingehalten. Das zeige, dass die Thematik "während der öffentlichkeitswirksamen Aktion ins Problembewusstsein der Bevölkerung gerückt werden konnte", hieß es in einer Mitteilung. Von mehr als 47.000 gemessenen Fahrzeugen in Mittelfranken waren lediglich 1.394 zu schnell unterwegs.

77 Sachen mehr als erlaubt

Am eiligsten hatte es am späten Abend ein Autofahrer auf der A9 in Richtung München. Auf Höhe Schnaittach (Lkr. Nürnberg Land) wurde er mit 177 Stundenkilometern gemessen – erlaubt sind an dieser Stelle 100. Er darf sich auf 600 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot einstellen. In Mittelfranken wurde an mehr als einhundert Stellen geblitzt, rund 250 Beamte waren mit Stand- und Handlasergeräten im Einsatz.

Kritik an "Show"

Von Mittwoch 6.00 Uhr bis Donnerstag 6.00 Uhr waren bayernweit 1.900 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, so Innenminister Herrmann (CSU) – nochmal 100 mehr als im vergangenen Jahr. Im gesamten Freistaat hat die Polizei 8.941 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und dabei 230.000 Fahrzeuge ins Visier genommen.

Kritik, dass der Blitzmaraton ausschließlich eine Aktion zum abkassieren sei, wies Herrmann zurück: "Wir kündigen alle Messstellen an – es geht auch nicht ums abkassieren, wir wollen die Menschen sensibilisieren“. Dennoch sind nicht alle der Meinung, dass sich der Aufwand für einen Tag lohnt.


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