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Pünktlich zur Wiesn Studie beweist, dass Bier glücklich machen kann

Nun ist es auch wissenschaftlich belegt: Bier macht glücklich. Das beweisen Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in einer Studie.

Von: Inga Pflug

Stand: 15.09.2017

Eine Gruppe junger Erwachsene trinkt Bier im Englischen Garten. | Bild: dpa: Matthias Balk

Der Bier-Inhaltsstoff Hordenin kann das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren – und so für ein zufriedenes Gefühl beim Konsumenten sorgen. Das zumindest legt eine Untersuchung der FAU-Forscher nahe, bei der analysiert wurde, welche Lebensmittelinhaltsstoffe mit einem speziellen Rezeptor im Belohnungszentrum des Gehirns interagieren können.

Effekt auf das Belohnungszentrum

Bei der Auswertung von 13.000 verschiedenen Molekülen brachte dabei den Forschern zufolge die Substanz Hordenin die besten Testergebnisse: Der Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier könne zu einem nachhaltigen Effekt auf das Belohnungszentrum führen, so die Wissenschaftler. Ob die im Bier enthaltenen Mengen für eine spürbare Beeinflussung ausreichten, müsse allerdings noch untersucht werden. Insgesamt deuteten die Ergebnisse aber darauf hin, dass Hordenin zum stimmungssteigernden Effekt von Bier beitragen könnte, heißt es von der FAU.

"Es ist schon überraschend, dass – ohne, dass wir speziell in der Gruppe der Genussmittel gesucht haben – ein Inhaltsstoff von Bier zur Aktivierung des Dopamin-2-Rezeptors führt."

Monika Pischetsrieder, Erlanger Henriette Schmidt-Burkhardt Lehrstuhl für Lebensmittelchemie

Für gewöhnlich dockt am sogenannten Dopamin-2-Rezeptor im Belohnungszentrum des Gehirns der Neurotransmitter Dopamin an. Dieser ist den Forschern zufolge für das gute Gefühl beim Essen besonders verlockender Lebensmittel verantwortlich.


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Helmut, Sonntag, 17.September, 21:36 Uhr

6. Glück

Danke für die Meldung. Werde mich künftig von Bier und Schokolade ernähren und nur noch glücklich sein.
Oder sollte man nicht gleich Cannabis auch noch legalisieren ?

Nürnberger, Sonntag, 17.September, 20:55 Uhr

5. blödsinnige Studien

Es ist schon krass, für welchen Blödsinn Geld ausgegeben wird. Statt solche Studien zu finanzieren, könnte man mit dem Geld sinnvolleres machen. Welchen Nutzen soll das Ergebnis dieser Studie haben?

Man hätte das auch einfacher haben können: Früh um 10 Uhr und spätabends um 22 Uhr am Zelteingang des Oktoberfest jeweils 1000 Besucher fragen, ob sie glücklich sind. Wäre bestimmt eine repräsentative Umfrage geworden, aber vielleicht nicht wissenschaftlich genug

  • Antwort von Op Marken, Montag, 18.September, 08:07 Uhr

    Die Studie ist vermutlich ok. Bedenklich sind falsche Interpretation und die Verdrehung der Ergebnisse durch die Mantelredaktionen mittels einer Überschrift, die im Gegensatz zum Ergebnis der Studie steht. Ich vermute, dass die Alkoholindustrie es wieder geschafft hat, werbewirksam die Medien zu instrumentalisieren. Die Glaubwürdigkeit der Medien geht genau so flöten.

Glaubt nicht alles, Samstag, 16.September, 18:30 Uhr

4. So funktioniert verdeckte Werbung

"Glücklich" macht Alkohol vermutlich: Die Wiesn-Wirte, den Bundesverband der Deutschen Spirituosenindustrie (BDI), die Bundesvereinigung Wein- und Spirituosenimport, den Deutsche Brauer-Bund, den Deutsche Weinbauverband und die "Deutsche Initiative zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit alkoholhaltigen Genußmitteln (DIFA Forum)" (100%ige Tochter der Alkoholindustrie).

Op Marken, Samstag, 16.September, 11:21 Uhr

3. "glücklich machen"

...und dann müsste noch geklärt werden, was man unter "glücklich" im Gegensatz so "berauscht" zu verstehen hat.

Op Marken, Samstag, 16.September, 11:17 Uhr

2. Desinformation

Quer durch die Medien findet sich diese Meldung.
"Studie beweist, dass Bier glücklich machen kann. Nun ist es auch wissenschaftlich belegt: Bier macht glücklich." ist eine pure Desinformation, zu deren Entlarvung man den Text zu Ende lesen muss: Ob die im Bier enthaltenen Mengen (von Hordenin) für eine spürbare Beeinflussung ausreichten, müsse allerdings noch untersucht werden."

Hat hier die Alkoholindustrie die Finger im Spiel?

Sicher ist: Der Alkohol im Bier macht betrunken und süchtig. Die allseits bekannte Wortschöpfung ‚Bierdimpfl’ lässt auch andere Schlußfolgerungen zu. Wohl bekomm’s.