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Risse in der Decke Nürnberger Berufsschüler müssen ausweichen

Die Nürnberger Berufsschule 7 (B7) hat ihr Hauptgebäude überraschend sperren müssen. Grund dafür sind Risse in der Decke, teilte die Stadt mit.

Von: Judith Dauwalter

Stand: 19.08.2016

Ein Auszubildener im Tischlerhandwerk bohrt ein Loch in ein Brett.  | Bild: picture-alliance/dpa/Julian Stratenschulte

In den Sommerferien sollte das Gebäude B der Schule in der Pilotystraße eine neue Großküche bekommen. Beim Einbau fielen den Statikern die Mängel in der Decke auf. Das 1939 erbaute Haus ist das älteste der insgesamt drei Schulgebäude. Dort sind etwa 15 Klassenzimmer und ein Teil der Schulverwaltung untergebracht. Aus Sicherheitsgründen ist das Gebäude nun komplett gesperrt.

Kein Unterrichtsausfall

"Das ist eine absolute Zwangssituation für uns. Und es ist schwierig, dies jetzt so kurzfristig zu lösen."

Ulrich Ziegenthaler, Leiter des Nürnberger Amts für Berufliche Schulen

Die rund 625 Berufsschüler an der B7 werden in den Bereichen Sozialwesen, Ernährung und Versorgung unterrichtet. Um Ausfälle zu vermeiden, wird es ab September einen Zweischicht-Betrieb geben. Ein Teil der Klassen soll deshalb von 7.15 Uhr bis 12 Uhr unterrichtet werden, ein anderer von 12.15 bis 17.45 Uhr. Diese späten Unterrichtszeiten seien vertretbar, weil die meisten Schüler volljährig seien, sagte Ulrich Ziegenthaler, Leiter des Nürnberger Amts für Berufliche Schulen, auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks.

Die Abschlussklassen werden vorübergehend in Räumen der Berufsschule 2 in der Fürther Straße unterrichtet – nach Plan, "um Benachteiligungen zu vermeiden", so Ziegenthaler.

Mehrere Alternativen

Ab Weihnachten sollen die betroffenen Klassen dann im "Tempohaus" in der Schoppershofstraße untergebracht werden. Dieses Gebäude hat die Stadt schon jetzt für verschiedene ihrer Schulen angemietet. Außerdem wird ein Teil der Schüler zum Jahresende planmäßig fertig mit der Ausbildung, sodass sich Freiräume ergeben.

"Momentan denken wir noch von Woche zu Woche", erklärte Berufsschul-Amtsleiter Ziegenthaler. Langfristige Lösungen wolle man im Herbst finden. Die Stadt hat bereits mehrere Gebäude ins Auge gefasst, die schnell angemietet und umgebaut werden können.

"Wir können leider nicht absehen, ob und wann das Hauptgebäude saniert werden kann. Aber wir gehen davon aus, dass es im gesamten kommenden Schuljahr unbenutzbar ist"

, so Ziegenthaler zum Bayerischen Rundfunk.

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