14

Arbeitsmarkt Mittelfranken Weiter Schlusslicht - aber mit guter Entwicklung

In Mittelfranken ist die Zahl der Arbeitslosen weiter angestiegen – wie im August üblich. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 38.645 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.923 mehr als im Juli.

Von: Oliver Tubenauer

Stand: 31.08.2017

Symbolbild: Das Wappen von Mittelfranken, Bayernkarte | Bild: BR, Montage: BR

Die Arbeitslosenquote in Mittelfranken stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Christian Bockes, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, hebt aber die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr hervor. Im August 2016 waren noch knapp 43.000 Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 4,2 Prozent.

Hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen

Bockes sieht aber in Mittelfranken einen deutlichen Qualifizierungsbedarf: Fast die Hälfte (42,7 Prozent) der arbeitslosen Mittelfranken hat keine abgeschlossene Berufsausbildung, bayernweit liegt dieser Wert bei 36,7 Prozent. Eine Konsequenz daraus ist der hohe Anteil an Langzeitarbeitslosen, der mit 27,4 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt von 23,8 Prozent liegt.

Deutlichen Anteil daran hat vor allem der Agenturbezirk Nürnberg, wo 49,1 Prozent der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und mehr als zwei Drittel (67,7 Prozent) der Gemeldeten Langzeitarbeitslose sind. Folglich ist Nürnberg auch das Schlusslicht in Mittelfranken: Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,0 Prozent. Spitzenreiter ist weiterhin der Landkreis Erlangen-Höchstadt mit einer Quote von 2,1 Prozent.


14