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Datenschützer warnen Smart-TVs und Fitnesstracker schlampen beim Datenschutz

Anbieter von smarten Alltagsgeräten wie Fitnesstracker oder Smart-TVs schlampen beim Datenschutz. Zu diesem Ergebnis kommt das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach. Sorgen bereiten vor allem Medizingeräte.

Stand: 26.09.2016

Ein Wearable liegt auf einer Fitness-Zeitschrift. | Bild: picture-alliance/dpa

Eine internationale Prüfung von 314 solcher Geräte aus dem Bereich "Internet der Dinge" habe ergeben, dass nur bei jedem dritten eindeutig aufgeklärt werde, was mit den erhobenen Daten der Kunden passiert. Bei fast 40 Prozent der Kontrollen fehlte eine Kontaktadresse für Kunden-Rückfragen, heißt es in einer Pressemitteilung des Datenschutz-Landesamts.

"Das Internet der Dinge kann unseren Alltag erleichtern, die Gesundheit verbessern und uns begeistern. So groß die Euphorie für die smarten Alltagsgeräte auch ist, so tief sind die Sorgenfalten der Datenschützer. Die Prüfung offenbarte ganz deutliche Defizite im Bereich der Transparenz gegenüber dem Nutzer."

Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht

Besonders besorgt sind die Datenschützer um die sensiblen Daten aus dem Gesundheitsbereich. Bei vielen, vor allem medizinischen Geräten würden die Daten unverschlüsselt und unzureichend geschützt übertragen werden.


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