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10 Jahre Alternativer Menschenrechtsbericht Probleme der Flüchtlinge in Nürnberg und der Metropolregion

Der Alternative Menschenrechtsbericht (AMB) für Nürnberg und die Metropolregion zeigt Probleme, die den Alltag von Flüchtlingen bestimmen. Das Bündnis "Aktiv für Menschrechte" hat den Bericht heute dem Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) übergeben.

Stand: 07.12.2017

Pfarrer Kuno Hauck bei der Vorstellung des Alternativen Menschenrechtsberichts für Nürnberg und die Metropolregion | Bild: BR-Studio Franken/Julia Demel

Zum einen geben die Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik sowie das Bayerische Integrationsgesetz Anlass zur Sorge, so das Bündnis "Aktiv für Menschenrechte". Das Gesetz schreibe zwar die Integrationspflicht vor, aber es bestehe "dennoch kein Rechtsanspruch auf Integrationsmaßnahmen". Hätten Flüchtlinge keine Bleibeperspektive, dürften sie nicht arbeiten und keine Ausbildung beginnen, so das Bündnis. Auch die Situation der Kirchenasyle habe sich in den vergangenen Monaten verschärft. Gegen Kirchengemeinden, Pfarrer und Flüchtlinge selbst würden inzwischen Strafanzeigen erhoben.

Bündnis sieht positive Entwicklungen

Das Bündnis "Aktiv für Menschenrechte" sieht aber auch positive Entwicklungen. So unterstützen verschiedene Initiativen und Projekte Flüchtlinge. Eines davon ist die "Refugee Law Clinic Erlangen-Nuremberg". Dort werden die Flüchtlinge auf ihr Interview beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorbereitet.

In seinem AMB hat das Nürnberger Bündnis "Aktiv für Menschenrechte" Forderungen formuliert, die das Leben der Flüchtlinge verbessern sollen. So fordern sie unter anderem den sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan, sowie die Abschaffung von Ausreisezentren und Transitzonen.

Menschenrechtsbericht erscheint jährlich

Der Alternative Menschenrechtsbericht für Nürnberg und die Metropolregion erscheint seit zehn Jahren immer zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Darin werden jährlich Menschenrechtsverletzungen  in Nürnberg und der Metropolregion veröffentlicht.


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