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Angriff gegen Journalisten Fotograf auf Nürnberger AfD-Demo attackiert

Auf einer Kundgebung der AfD, kurz für Alternative für Deutschland, ist am Sonntag (13.03.16) ein Fotograf angegriffen worden. 150 AfD-Sympathisanten standen dort 500 Gegnern gegenüber.

Von: Diane Deutschle

Stand: 13.03.2016

Kurz nachdem sich der Demonstrationszug aus etwa 150 Sympathisanten der AfD im Nürnberger Stadtteil Bärenschanze in Richtung des Justizpalasts in Gang gesetzt hatte, scherte ein Demonstrant aus und attackierte einen jungen Mann, der neben dem BR-Team stand und Aufnahmen von der Demonstration machte.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Polizei nahm den Angreifer fest, nahm seine Daten auf und ließ den etwa 30 Jahre alten Mann später wieder frei. Verletzt wurde niemand bei dem Vorfall. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann wurde eingeleitet. Die Ordner, die bei dem AfD-Demonstrationszug eingesetzt waren, hatten nach Angaben der BR-Reporterin vor Ort nicht eingegriffen.

Polizei-Pfefferspray gegen AfD-Gegner

Außerdem hatte eine Gruppe aus rund 35 Menschen versucht, über die Absperrgitter der Polizei zu klettern und zur AfD-Demonstration vorzudringen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein und konnte die Gruppe so zurückhalten. Auch hier kam es zu Festnahmen. Weitere Zwischenfälle gab es nicht, so die Polizei. Zeitgleich zur Kundgebung der AfD gab es heute vier Gegendemonstrationen in Nürnberg, darunter allein zwei der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

Laut Polizeiangaben nahmen daran etwa 500 Menschen daran teil. Die mittelfränkische Polizei war mit mehreren Hunderten Einsatzkräften vor Ort, unterstützt wurde sie von der Bereitschaftspolizei.


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