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Limitierung der "Adilette" Adidas verärgert Fachhändler

In Zukunft sollen bestimmte Adidas-Produkte nur noch in ausgewählten Läden verkauft werden. So suchen Käufer ab 2017 "Adiletten" und Co. vergeblich in den meisten Kaufhausregalen. Fachhändler fürchten dadurch Kunden zu verlieren.

Stand: 30.03.2016

Adiletten von Adidas | Bild: Picture-alliance/Britta Pedersen

Grund der Limitierung: Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller hat die "Adilette" der Sportmodelinie "Adidas Originals" zugeschlagen. Die Produkte der Linie sollen nur über ausgewählte Kanäle vertrieben werden, darunter die firmeneigenen Adidas-Läden. Dem Beispiel der Badelatschen sollen weitere Produkte folgen. Den Händlern macht das zu schaffen.

"Dass Adidas da bis zu 40 Prozent ohne den Fachhandel verkauft, das ärgert uns. Wenn man gemeinsam groß geworden ist, sollte man auch daran arbeiten, dass alle Erfolgsbeteiligten weiter ihren Anteil bekommen."

Kim Roether, Intersport-Chef

Mehr über weniger Partner verkaufen

Das Geschäft in den eigenen Adidas-Filialen läuft gut. Bei der Vorstellung der neuen Geschäftsstrategie vor einem Jahr wurde klar: Mehr über weniger Partner zu verkaufen, lautet das Ziel.

"Bis zum Jahr 2020 möchten wir mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes über selbst kontrollierte Verkaufsflächen erzielen."

Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas-AG

Risiken durch Verknappung

Doch die Verknappung der Produkte auf dem Markt bringt auch Risiken mit sich, kritisiert Intersport-Chef Kim Roether: Seiner Ansicht nach läuft Adidas Gefahr, es sich zum einen mit den Großabnehmern im klassischen Handel zu verscherzen. Zum anderen aber färbt der Groll des Kunden, wenn ein Produkt nicht mehr wie gewohnt beim Fachhändler erhältlich sei, nicht nur auf den mittelständischen Handel ab, sondern auch auf die jeweilige Marke.

"Der Kunde kauft immer nur einmal. Der will nicht einen Ersatzartikel, der will das Original."

Kim Roether, Intersport-Chef

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Kommentare

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Manfred, Mittwoch, 30.März, 12:06 Uhr

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Die Arroganz vieler "Markenhersteller" ist kaum mehr zu überbieten. Eigentlich sollte der Fachhandel diese Produkte boykottieren. Und der Kunde sowieso, 100% Aufpreis dafür, dass ein Markenlogo drauf ist ?!