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Filmfestival der Menschenrechte Chinesische Doku gewinnt Nürnberger Filmpreis

Auf dem internationalen Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte ist der Filmpreis der Menschenrechte verliehen worden. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die chinesische Flucht-Doku "Ta'ang".

Stand: 04.10.2017

Gruppenbild beim Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte | Bild: Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte

Der Film des mehrfach international ausgezeichneten Regisseurs Wang Bing thematisiert die Flucht der Volksgruppe Ta'ang von Birma nach China. "Wang Bing schafft ein grandioses und gleichzeitig genauso intimes wie nuanciertes Bild dieses fragilen Zustands, wenn Menschen ihr Zuhause verlassen, ohne Hab und Gut oder auch nur eine Vorstellung davon, ob sie jemals werden dorthin zurückkehren können. Der Film erzählt die Geschichte einer ethnischen Gruppe als Metapher für Kriegsgeflüchtete aller Zeiten und Orte", heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis geht an den syrisch-dänisch-finnischen Film "The War Show". Die Dokumentation folgt einer Radio-DJane in Damaskus, die mit ihrer Kamera die friedliche Revolution und den Bürgerkrieg festhält.

10.000 Besucher in einer Woche

Heute geht das Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte zu Ende. Nach Angaben der Organisatoren kamen seit der Eröffnung vor einer Woche mehr als 10.000 Filmfans zum Festival. "Das große Interesse an unseren 59 Filmen zeigt, dass wir auch 18 Jahre nach der ersten Ausgabe unseres Festivals mit unserem Anspruch – wichtige Menschenrechtsthemen gezeigt durch Kinokunst – richtig liegen. Trotz der manchmal schweren Themen war die Stimmung auch dieses Jahr offen und inspirierend", so Festivalleiterin Andrea Kuhn.


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