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Bayerischer Imkertag in Erlangen Was Bienen brauchen

Im Mittelpunkt des bayerischen Imkertags in Erlangen steht die Frage, wie bessere Umweltbedingungen für die Honigbienen geschaffen werden können.

Von: Oliver Tubenauer

Stand: 04.09.2016

Forscher halten die derzeitige Situation für alarmierend: Etwa ein Drittel aller Bienenvölker sei in den vergangenen Jahren verschwunden. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle: Neben Krankheiten gelten der Klimawandel, aber vor allem Monokulturen und Insektenvernichtungsmittel in der Landwirtschaft als Hauptgründe.

Besonders im ländlichen Raum gebe es in verschiedenen Regionen Deutschlands große Probleme. So sei der Raps oft als einzige Pflanze geblieben, die Bienen eine gute Lebensgrundlage verschaffen könne. Im Juli und August leiden die Bienen dann oft unter Pollenmangel.

"Eine monotone Landwirtschaft ohne vielfältiges Nektar- und Pollenangebot schafft keine guten Lebensbedingungen."

Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (DIB) 

Große Bedeutung für Umwelt und Wirtschaft

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) betont die Bedeutung der Wild- und Honigbienen für den Erhalt der heimischen Nutz- und Wildpflanzenvielfalt. Die Imkerei habe aber auch eine wirtschaftliche Bedeutung. So werde ihr wirtschaftlicher Wert in Deutschland auf zwei Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

"Obwohl sich der Honigmarkt weiterhin positiv entwickelt und die Zahl der Imker kontinuierlich steigt, können nur 26 Prozent der benötigten Menge von den etwa 100.000 deutschen Imkern hergestellt werden", schreibt Schmidt in seinem Grußwort. Auch deswegen sei es notwendig, das Thema Bienenschutz in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.


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