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Diehl in Nürnberg Rüstungskonzern profitiert nicht von Export-Boom

Der Nürnberger Technologie- und Rüstungskonzern Diehl profitiert nicht von den zuletzt massiv gestiegenen deutschen Rüstungsexporten. Im Bereich Defence brach der Umsatz stark ein. Dafür legten andere Bereiche zu.

Von: Matthias Rüd

Stand: 05.07.2016

Diehl in Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

Insgesamt konnte Diehl seine Umsatzerwartungen für das vergangene Jahr nicht ganz erfüllen. Die Gesamt-Umsätze lagen bei 3,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte mit 3,2 Milliarden gerechnet. Trotzdem ergab sich ein Umsatzplus von knapp 70 Millionen Euro. Schuld daran sei vor allem auch der niedrige Kupferpreis gewesen. Der Gewinn brach wegen hoher Pensionsrückstellungen von 80 auf 37,1 Millionen Euro ein.

Wenig Interesse an Diehl-Rüstung

Diehl Defence hatte Anfang 2015 sein Fahrzeuggeschäft an den Konkurrenten Krauss Maffei verkauft. Auch die Nachfrage nach Luftverteidigung, Lenkflugkörpern, Munition und Schutzsystemen war nach Unternehmensangaben verhalten gewesen.

Diehl geht in die Luft

Während der Umsatz bei der Wehrtechnik einbricht, verkauft sich die Luftfahrttechnik der Nürnberger immer besser. Der Umsatz in dieser Sparte kletterte im Jahr 2015 auf über eine Milliarde Euro. Der Defence-Umsatz sank von 488 Millionen Euro auf 405 Millionen Euro.

Besonders die hohe Nachfrage von Boeing und Airbus nach Flugzeugausstattung kommt Diehl zugute. Das Unternehmen liefert vom Lichtsystem bis zur Toilette alles für den Kabineninnenraum. Für das laufende Jahr erhofft sich Diehl ein stärkeres Umsatzplus als im vergangenen Jahr. Auch der Gewinn soll wieder steigen.

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