Der Einkaufsverband idee+spiel hat in Nürnberg die neuesten Trends der Spielwarenbranche präsentiert.
Spielzeug-Neuheiten Roboter und Smartphones erobern Kinderzimmer
Die Spielwarenbranche kombiniert alte Spielideen mit neuester Technologie. Heraus kommt etwa ein Roboter mit dem eigenen Gesicht. Die Händler kämpfen trotz solcher Innovationen mit harter Konkurrenz.
Spielsachen werden immer öfter mit Elektronik aufgepeppt - auch Smartphones und Tablet-PCs spielen bei den aktuellen Neuheiten eine zunehmend größere Rolle. Allerdings punkten auch Lego und Playmobil mit neuen Spielewelten. Darüber hinaus stünden in diesem Jahr Lizenzen von Kinofilmen im Mittelpunkt, sagte der Geschäftsführer des Fachhandelsverbands idee+spiel, Andreas Schäfer. Traditionell eine Woche vor Beginn der Nürnberger Spielwarenmesse stellte der Einkaufsverband die neuesten Trends der Branche vor.
Digitaler Furby und personalisierter Roboter
Ein Renner werde zum Beispiel eine Neuauflage des Ende der 90er-Jahre beliebten Furby, prognostizierte Schäfer. Das kugelige Felltier kann inzwischen nicht nur reden, tanzen und mit den Ohren wackeln, sondern will auch per Handy-App gefüttert werden, kommuniziert per Bildschirm-Augen und entwickelt mit der Zeit einen eigenen "Charakter" - je nachdem, wie liebevoll oder rabiat man mit ihm umgeht. Und auch Roboter tragen im Jahr 2013 ein digitales Antlitz: idee+spiel-Chef Schäfer präsentiert ein Exemplar mit Halterung für das Smartphone oder Tablet. Der Besitzer kann sich selbst oder andere fotografieren und dem Roboter damit ein menschliches Gesicht geben.
Dauerbrenner Playmobil
Beliebt seien aber auch nach wie vor klassische Spielwaren, schilderte Martens. Dabei zeige sich eine klare Konzentration auf einige wenige Hersteller: Die fünf beliebtesten Marken hätten inzwischen einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Playmobil beispielsweise erweitert sein Angebot und bringt in diesem Jahr eine Serie speziell für Mädchen heraus. Flaute herrscht dagegen bei den Videospielen. Hier mache sich vor allem die Konkurrenz durch kostenlose Spiele im Internet bemerkbar, erläuterte der für Finanzen zuständige Co-Geschäftsführer von idee+spiel, Jochen Martens.
Schwieriges Geschäft
Überhaupt ist das Internet eine große Konkurrenz für die Spielwarenhändler. Obwohl der Markt für Spielsachen in Deutschland im vergangenen Jahr um rund drei Prozent zugelegt hat, verzeichneten die Mitglieder von idee+spiel beim Umsatz ein leichtes Minus von 0,7 Prozent auf 495 Millionen Euro. Grund sei der durch den Online-Handel befeuerte Preiskampf. Auch Lieferschwierigkeiten bei Modelleisenbahnen und -autos machen den Fachhändlern zu schaffen. Manche Hersteller würden den Fachverband nicht mehr direkt beliefern, weil der Marktanteil mit unter einem Prozent zu gering sei, so Jochen Martens. Der Fachhandelsverband idee+spiel ist der größte Verband für Spielzeughändler in Europa, gut 1.000 Läden sind Mitglied. In diesem Jahr feiert er seinen 35. Geburtstag.

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