Mittelfranken

Greuther Fürth und Trolli Sponsor und Verein streiten weiter

Der Sponsoring-Streit zwischen dem Fürther Fruchtgummi-Hersteller Trolli und der Spielvereinigung Greuther Fürth geht weiter. Ein zweiter Einigungstermin ist geplatzt. Nun sind die Anwälte dran.

Stand: 14.03.2013
Trolli Arena Fürth | Bild: BR-Studio Franken/Franz Engeser

Trolli will zum Saisonende Ende Juni als Sponsor aus dem Vertrag mit dem Fußballverein aussteigen. Ursprünglich war eine Zusammenarbeit bis 2015 geplant gewesen. Die Vertragsgrundlage dafür besteht Trolli zufolge aber nicht mehr. Die Spielvereinigung habe die gemeinsamen Stadionpläne ohne Absprache gecancelt. Damit habe der Fußballverein den Vertrag einseitig storniert, sagte der Trolli-Sprecher. Die gemeinsame Geschäftsgrundlage sei entfallen.

Persönliche Differenzen "spielen keine Rolle"

März 2012: OB Jung, Mederer und Hack bei der Vorstellung des geplanten Stadions.

Trolli-Sprecher Thomas Bauer zufolge geht es um eine Sponsoring-Summe in der Größenordnung von 600.000 Euro. Mit dem wohl unvermeidlichen Abstieg von Greuther Fürth habe das Sponsoring-Ende nichts zu tun, betonte Bauer. Auch persönliche Differenzen zwischen Fürths Präsident Helmut Hack und Trolli-Chef Herbert Mederer spielten demnach keine Rolle.

"Die Probleme gibt es, das brauchen wir nicht wegdiskutieren. Aber das Persönliche hat mit der Sache nichts zu tun."

Thomas Bauer, Trolli-Pressesprecher

Hack an vernünftiger Lösung interessiert

Fürths Präsident Helmut Hack wollte sich zum aktuellen Verhandlungsstand nicht äußern. Er sagte dem Bayerischen Rundfunk aber, man wolle weiter versuchen, sich zu einigen und prinzipiell gerne weiter mit Trolli zusammenarbeiten. An "vernünftigen und guten Lösungen" sei die Spielvereinigung immer interessiert.

Schwere Vorwürfe in Zeitungsbericht

Herbert Mederer, der Geschäftsführer des Fürther Fruchtgummiherstellers, hatte im vergangenen Dezember in einem Zeitungsbericht schwere Vorwürfe gegen SpVgg-Präsident Helmut Hack erhoben. "Herr Hack spricht immer gerne von der großen Fürther Familie", wird Mederer zitiert. "So, wie er mit uns umgesprungen ist, geht man mit keinem Familienmitglied um."

"Solange Herr Hack Präsident ist, werden wir nie mehr ins Stadion gehen."

Herbert Mederer, Trolli-Geschäftsführer, in einem Zeitungsbericht vom 27.12.2012

Nicht der erste Streit ums Stadion

Ende November 2012 hatte Greuther Fürth überraschend angekündigt, die Pläne für den Bau eines neuen Fußballstadions am Main-Donau-Kanal fallen zu lassen. Noch wenige Wochen zuvor hatten sich Conny Brandstätter, der Verpächter des Stadiongeländes am Ronhof, und der Verein wegen der Namensrechte des Stadions vor Gericht gestritten. Das Fürther Unternehmen Trolli gehört seit dem 1. Juli 2010 zu den Sponsoren des Fußballvereins und ist seitdem auch Namensgeber des Fußballstadions der Kleeblätter am Ronhof.


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3 Kommentare

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ex-trolli, Sonntag, 14.April, 22:56 Uhr

3.

Das könnten wir auch sagen Herr Mederer,wie war ihr Spruch:Trolli Fürth ist ihr Baby,wir sind eine Familie(Arbeiter bei Trolli in Fürth).Wie sind sie denn mit uns umgegangen? Sie haben es nicht anders verdient!!!!!!!!!!!!!!!

Anton Senft, Donnerstag, 14.März, 15:57 Uhr

2. Streit mit Sponsoren bei Fürth

Kein Wunder, dass Herr Mederer sauer auf Herrn Hack ist. Es kann aber beruhigt sein, dies war nicht der einzige Fehler, den Herr Hack diese Saison fabriziert hat. Er hat in diesem Jahr alles kaputt gemacht, was er in 17 Jahren mit toller Arbeit aufgebaut hat. Schade um die tolle Aufstiegsmannschaft der Saison 2011/12.

Greuther, Freitag, 28.Dezember, 15:43 Uhr

1. Selbst schuld Herr Mederer!

Wenn man "Verträge" per Handschlag macht....deswegen hatte ich auch vor Jahren bei Trolli gekündigt...eben wegen dieser Praktiken...und dann jammern wie kleine Kinder....außerdem hat das Sponsoring nichts mit dem Grundstück zu tun...das sind 2 Paar Stiefel....aber er ist und bleibt halt wie er ist der H.M. ... :-)

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