Erlangen/Herrieden Erneut Warnstreik bei Coca Cola
Die Warnstreiks bei Coca Cola in Mittelfranken sind am Donnerstag (28.02.13) in die nächste Runde gegangen. Eine Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist noch nicht in Sicht.
Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben am Donnerstag (28.02.13) 100 Coca-Cola Mitarbeiter aus Erlangen und Herrieden in Erlangen gestreikt. Am Montag (25.02.13) waren die Tarifverhandlungen erneut ergebnislos vertagt worden. Bereits vor einem Monat hatten sich Mitarbeiter in Erlangen, Herrieden und Hof an Warnstreiks beteiligt.
Tarifstreit bei Coca Cola
Der Erlanger Betriebsratsvorsitzende Harald Haft sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Beschäftigten hätten seit dem Jahr 2006 Lohn-Nullrunden in Kauf genommen. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, Coca Cola habe im Gegenzug eine Beschäftigungssicherung zugesagt. Außerdem seien die Löhne zum Teil an die Inflationsrate angepasst worden. Die Gewerkschaft fordert bei den laufenden Verhandlungen sechs Prozent mehr Lohn. Coca Cola bietet 2,5 Prozent an. Sechs bundesweite Verhandlungsrunden sind bereits gescheitert.
Unbefristete Streiks sind möglich
Der Betriebsrat rechnete vor, dass die bei Coca Cola bundesweit beschäftigten Mitarbeiter in den vergangenen Jahren durch ihren Lohnverzicht über 16 Millionen Euro an Gewinn eingebracht hätten. Die Gewerkschaft NGG bereitet sich nach eigenen Angaben auf unbefristete Streiks vor.
Warnstreiks in ganz Bayern
Schon im Januar hatte die Warnstreikwelle bei dem US-Unternehmen auch Bayern erfasst. So legten Beschäftigte in Traunreuth, Memmingen und Landshut die Arbeit nieder. Am 22. Januar streikten Mitarbeiter am Standort Knetzgau (Lkr. Haßberge). Coca Cola beschäftigt in Knetzgau 470 Arbeitnehmer.

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