Mittelfranken


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ADAC Nordbayern Verein leidet unter "Fehlverhalten Einzelner"

Der Skandal um den ADAC-Autopreis "Gelber Engel" ist nach Ansicht der Vereinsführung in Nordbayern die Schuld Einzelner. Der Vorsitzende Herbert Behlert fordert eine umfassende Aufklärung, um größeren Schaden abzuwenden.

Stand: 04.02.2014

Sitz des ADAC in Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

"Wenn, wie es in vielen Unternehmen oder Vereinen vorkommt, zwei, drei Menschen ein Fehlverhalten haben, dann ist das nicht wegzudiskutieren", sagte der Vorsitzende Herbert Behlert dem Bayerischen Rundfunk. Dass Fehler passiert seien, sei offensichtlich. Deshalb sei es nun wichtig, dass alles lückenlos aufgeklärt werde, so Behlert.

Erfahrung mit Skandalen

Auch der ADAC Nordbayern habe den Untreue- und Bespitzelungsskandal aus dem Jahr 2011 vollständig aufgeklärt. Damals waren in der ADAC-Niederlassung in Nürnberg Wanzen installiert worden. Ein Mitarbeiter hatte zudem 400.000 Euro veruntreut. Durch den offenen Umgang mit dem Thema sei es gelungen, das Vertrauen der Menschen wieder zurückzugewinnen.

Vermehrt Kündigungen

Der Skandal des Gesamtvereins hat auch in Nordbayern zu mehr Kündigungen geführt. "Es gibt garantiert sehr viele Mitglieder, die aus dieser Situation heraus kündigen", sagte Behlert. Genaue Zahlen wollte er allerdings nicht nennen.  Das große Ziel sei es, wieder neue Mitglieder zu gewinnen. Am Montag (03.02.14) war bekannt geworden, dass der ADAC heuer bundesweit rund 15.000 Mitglieder mehr verloren hat als im Januar 2013.

Fast täglich neue Vorwürfe


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