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B5 Börse DAX weitet Verluste aus

Stand: 21.02.2018

16:15 US-Anleger warten auf Fed

An der Wall Street wartet man heute auf die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank. Viele Anleger hoffen, aus der Mitschrift herauslesen zu können, wie oft und wie stark die Fed noch an der Zinsschraube drehen wird. Die Notenbank hatte bei ihrer Sitzung Ende Januar die Sätze unverändert gelassen, aber weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Die Investoren würden derzeit dazu neigen, eher drei bis vier Zinserhöhungen in diesem Jahr zu erwarten, sagte ein Händler. Es gibt aber auch Stimmen, die von nur zwei Zinsschritten sprechen. Und da man es eben nicht genau weiß und auf Signale von der Fed hofft, hält sich momentan an der Wall Street alles eher zurück. Der Dow Jones notierte bei 25.020 Punkten und damit gerade mal 0,2 Prozent höher. Der Nasdaq-Index legt 0,5 Prozent zu. An den deutschen Märkten bleibt der DAX im Minus, 0,5 Prozent sind es aktuell. Und der Euro steht bei einem Dollar 23 25. Christian Sachsinger, B5 Börse.

15:45 Dow startet im Plus

Positiver Handelsauftakt an der Wall Street. Der Dow Jones legt in den ersten Minuten 0,3 Prozent zu. Ein kleiner Ausgleich nach den gestrigen Verlusten. Kaum Erholung allerdings bei der Wal Mart Aktie. Der Handelskonzern hatte enttäuschende Zahlen insbesondere aus dem letzten Quartal und damit dem Weihnachtsgeschäft vermeldet. Der Eindruck vieler Anleger war, dass Wal Mart kein Rezept gegen den Internetriesen Amazon findet. Und damit sackte der Kurs am Ende 10 Prozent ab. Momentan steht ein minimales Plus von gerade mal 0,3 Prozent an den Tafeln. Ein magerer Ausgleich. Der insgesamt positive Auftakt an der Wall Street hilft auch bei uns den Börsen ein wenig. Der DAX baut seiner Verluste etwas ab und notiert nur noch 0,3 Prozent im Minus bei 12.455 Punkten. Der TecDAX schaut sogar einen kleinen Tick ins Plus. Noch zum Euro: der rührt sich weiterhin kaum bei einem Dollar 23 25. Christian Sachsinger, B5 Börse.

15:15 SAP schüttet mehr aus

Der Softwarekonzern SAP will künftig einen höheren Anteil seines Jahresgewinns an die Aktionäre verteilen. Rund 40 Prozent oder mehr sollten als Dividende fließen, teilte SAP mit. Bisher lag die Ausschüttungsquote bei 35 Prozent. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 1,25 Euro auf jetzt 1,40 Euro je Aktie vor. Der Kurs zeigte heute zeitweise tief im Minus. Nach dieser Meldung reicht es zwar noch immer nicht für Gewinne, aktuell stehen aber nur noch 0,3 Prozent weniger an den Tafeln. Andere Titel müssen deutlicher abgeben. RWE und Thyssen Krupp etwa verlieren 1,7 und 1,4 Prozent. Insgesamt kommt beim DAX ein Minus von 0,4 Prozent heraus auf 12.430. Die größten Stützen sind die Aktien von Deutscher Börse, Deutscher Bank und Lufthansa mit bis zu 2 Prozent Plus. Und noch zum Euro: der steht bei einem Dollar 23 30. Christian Sachsinger, B5 Börse.

14:45 Wer wird neuer EZB-Chef?

Angeblich hätte die SPD nichts gegen den aktuellen Bundesbankchef Jens Weidmann. Das berichtet die Zeit. Und weiter heißt es in dem Bericht, Kanzlerin Merkel habe sich in den Koalitionsverhandlungen die Unterstützung der SPD für diese Personalie zusichern lassen. Da als Vizepräsident der EZB gerade eben der Spanier De Guindos designiert wurde, stehen die Chancen für einen Chef der Zentralbank aus dem Norden und damit für Weidmann nicht schlecht. Die Neubesetzung des Postens steht nächstes Jahr an. An den Aktienmärkten lässt sich von solch langfristigen Personalspekulationen allerdings nicht beeindrucken. Die Stimmung bleibt eher schlecht. Der DAX gibt ein halbes Prozent nach auf 12.425 Punkte. Und der Euro bleibt bei Werten knapp über einem Dollar 23. Christian Sachsinger, B5 Börse.

14:15 EU bestraft Autozulieferer

Die deutschen Autozulieferer Bosch und Continental sollen wegen illegaler Kartelle Millionenstrafen zahlen. Nach Feststellung der EU-Kommission war Bosch an drei unterschiedlichen Kartellen beteiligt. So soll sich der Stuttgarter Konzern mit zwei japanischen Konkurrenten auf dem Markt für Zündkerzen abgesprochen haben. An den Börsen sieht man das bei der Aktie von Continental relativ gelassen, sie verliert gerade mal 0,3 Prozent. Da gibt es andere Werte mit deutlicheren Abschlägen. Merck und RWE sind die Schlusslichter im DAX mit jeweils 1,5 Prozent Minus. Der DAX gibt insgesamt 0,6 Prozent nach. Und der Euro hält sich knapp über einem Dollar 23. Christian Sachsinger, B5 Börse.

13:45 VW-Tarif schmeckt Börsen nicht

Volkswagen und die IG Metall haben sich für die rund 120.000 Beschäftigten in Westdeutschland auf einen kräftigen Lohnaufschlag und flexible Arbeitszeiten geeinigt. Die Löhne steigen ab Mai um 4,3 Prozent. Ähnlich wie in der übrigen Metall- und Elektroindustrie wurde außerdem ein tarifliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts vereinbart, das gibt´s ab 2019 jedes Jahr. Besonders belastete Beschäftigtengruppen können diese Zahlung auch in sechs freie Tage umwandeln. An den Börsen findet man den Tarifabschluss anscheinend weniger gut. Der Kurs der VW-Aktie gibt jedenfalls 1,5 Prozent nach, das ist einer der größten Verluste im DAX. Auch insgesamt sieht es nicht gut aus. Der DAX knickt 0,7 Prozent ein und hält sich damit nur noch knapp über 12.400 Punkten. Zum Euro: der steht bei einem Dollar 23 10. Christian Sachsinger, B5 Börse.

13:15 Deutsche Börse legt zu

Nach einem turbulenten Jahr ruft der neue Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer jetzt einen Neubeginn aus. Es gehe darum, das Unternehmen organisatorisch nach vorne zu bringen, so Weimer. Er kündigte im Vorstand und der Ebene darunter Veränderungen an. Einen großangelegten  Personalabbau soll es aber nicht geben. Die Deutsche Börse hatte gestern nach Handelsschluss für das vergangene Jahr trotz der geringen Handelsaktivitäten vieler Investoren in 2017 fürs Jahr einen höheren Gewinn vermeldet. Und so zählt die Aktie heute zu den ganz wenigen Gewinnern im DAX, mit knapp einem Prozent Plus. Insgesamt verliert der DAX aber aktuell 0,6 Prozent auf 12.415 Punkte. Auch M-DAX und TecDAX geben rund ein halbes Prozent nach. Und der Euro steht bei einem Dollar 23 15. Christian Sachsinger, B5 Börse.

12:45 Telefonica-Aktie knickt 2 % ein

Telefonica Deutschland vermeldet für 2017 einen bereinigten Gewinn von 2,6 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Rechnet man aber z.B. die hohen Abschreibungen, wegen des milliardenschweren Zusammenschlusses mit E-Plus mit hinein, dann kommt ein Verlust heraus. Und auch beim Umsatz sieht es eher schlecht aus. Diese negativen Teile der Bilanz rücken immer mehr in den Fokus der Anleger. Aus den anfänglichen Gewinnen für die Telefonica-Aktie sind inzwischen über zwei Prozent Minus geworden. Und auch insgesamt sieht es nicht so gut aus. Der TecDAX verliert 0,7 Prozent. Der DAX gibt 0,9 Prozent nach auf aktuell 12.380. Damit sind die Gewinne von gestern wieder verpufft. Zum Euro: der rührt sich kaum bei einem Dollar 23 20. Christian Sachsinger, B5 Börse.

12:15 Eurowirtschaft bleibt stark

Die Geschäftstätigkeit in der Eurozone hat sich im Februar abgekühlt. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex des Markit-Institutes fiel auf 57,5 Punkte von 58,8 im Vormonat. Da hatte die Kennzahl aber auch ein 12-Jahres-Hoch markiert. Und: Werte über 50 deuten auf Wachstum hin. Das heißt die europäische Wirtschaft bleibt auf Kurs und es läuft so gut wie lange nicht mehr. Angesichts dessen steigt die Angst, dass die EZB ihre Politik des billigen Geldes bald beenden könnte. Dazu kommt, dass es gestern an den deutschen Märkten überaus gut gelaufen war, mit fast ein Prozent Plus beim DAX. Diese Gewinne werden heute nun wieder zu Geld gemacht. Der DAX verbucht aktuell 0,8 Prozent Minus auf 12.390 Punkte. Schlusslichter im DAX sind die Aktien von Volkswagen, Henkel und Infineon, alle mit fast 1,5 Prozent Minus. Auf der Gewinnerseite ist nur wenig los. Spitzenreiter ist Deutsche Bank mit aber gerade mal 0,7 Prozent Plus. Noch zum Euro: der steht bei einem Dollar 23 25. Christian Sachsinger, B5 Börse.

11:45 DAX weitet Verluste aus

Die Aktie der Deutschen Börse ist gefragt. Sie gewinnt zur Stunde 1,1 Prozent und ist damit größter DAX-Gewinner. Der Börsenbetreiber hat ein schwieriges Jahr hinter sich mit einem ungewöhnlich ruhigen Handel an den Finanzmärkten und hausgemachten Problemen wie der geplatzten Fusion mit der Londoner Börse sowie Insiderermittlungen gegen den damaligen Chef Carsten Kengeter. Im laufenden Jahr rechnet Nachfolger Theodor Weimer mit steigenden Erlösen und Gewinnen, wenn auch vielleicht nicht ganz so stark wie ursprünglich geplant. Die VW-Aktie gehört zu den größten Verlierern im DAX mit einem Minus von 1,2 Prozent. Zwar hat es im Streit um den Haustarif bei Volkswagen in der Nacht eine Einigung gegeben. Aber in den USA hat VW eine Schlappe im Abgasskandal erlitten. Der Autobauer ist mit seinem Antrag gescheitert, US-Gerichtsprozesse im Abgasskandal um sechs Monate zu verschieben. Der DAX hat seine Verluste ausgeweitet und verliert zur Stunde 0,7 Prozent auf 12.407 Punkte. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 20.

11:15 Gemischte Zahlen bei Telefonica

Der Mobilfunkkonzern Telefonica Deutschland hat Zahlen vorgelegt und sie sind gemischt ausgefallen. So hat er im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 2,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro verbucht. Beim operativen Ergebnis wurde dank Kosteneinsparungen indes ein Plus von 2 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro erzielt. Telefonica will den Umsatzschwund nun mit Hilfe stärkerer Internetnutzung und stabilerer Preise in den Griff bekommen. In diesem Jahr sollen die Erlöse des TecDAX-Schwergewichts so zumindest stabil gehalten werden, teilte die O2-Mutter in München mitteilte. Die Anleger sind skeptisch. Die Aktie hatte im TecDAX zeitweise deutlich an Wert gewonnen ist mittlerweile aber wieder mit 0,6 Prozent ins Minus gerutscht. Dagegen ist die Aktie des IT-Dienstleisters GFT gefragt und verbucht ein Plus von 3,4 Prozent. Zuvor hatte er für 2017 einen überraschend hohen Gewinn bekannt gegeben. Der TecDAX verliert 0,6 Prozent, der DAX 0,8 Prozent auf 12.384 Punkte. der Euro notiert mit 1 Dollar 23 30.

10:45 MTU-Aktie trotz starker Zahlen unter Druck

Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat seine Gewinnerwartungen im vergangenen Jahr übertroffen. Für 2018 rechnet er trotz der Probleme mit Triebwerken für den Airbus A320neo mit weiteren Zuwächsen. Der bereinigte Nettogewinn stieg 2017 um 24 Prozent auf den Rekordwert von 429 Millionen Euro, teilte MTU auf seiner Bilanzpressekonferenz am Morgen mit, das liegt 9 Millionen Euro über dem selbst gesteckten Ziel. Vorstandschef Winkler bekräftigte die Prognose für 2018, die ein moderates Ergebnisplus vorsieht. Die Dividende für das abgelaufene Jahr schraubt MTU um 40 Euro-Cent auf 2 Euro 30 je Aktie nach oben. Analysten hatten das aber schon erwartet. Und so nutzen die Anleger die guten Zahlen offenbar zu Gewinnmitnahmen. Die Aktie von MTU verliert 3,4 Prozent und gehört zu den großen Verlierern im MDAX der mittelgroßen Werte. Der MDAX selbst büßt 0,4 Prozent ein, der DAX hat 0,5 Prozent abgegeben auf 12.426 Punkte. der Euro steht bei 1 Dollar 23 20.

10:15 Anleger machen Kasse

Es werden Gewinne mitgenommen an den deutschen Börsen. Vor der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank halten sich Anleger zurück. Erst nach Handelsschluss in Europa werden die Mitschriften der Fed-Sitzung offen gelegt, von denen sich die Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen in den USA erhoffen. Im Vorfeld gehen die Investoren lieber auf Nummer sicher und machen Kasse. Der DAX verliert zur Stunde 0,6 Prozent auf 12.412 Punkte. Der MDAX hat 0,5 Prozent eingebüßt, der TecDAX 0,4 Prozent. Mit den Zahlen von Telefonica Deutschland scheinen die Anleger zufrieden zu sein. Der Mobilfunkbetreiber hat trotz eines Umsatzrückgangs den Betriebsgewinn im vergangenen Jahr gesteigert. Die Aktie legt gegen den schwachen Gesamttrend rund ein Prozent zu. Die Aktie des IT-Dienstleisters GFT hat 6,3 Prozent zugelegt nach der Bekanntgabe eines überraschend hohen Gewinns. Im MDAX hat die Aktie des Triebwerksbauers MTU hat rund 4 Prozent eingebüßt, obwohl die Münchner die Gewinnerwartungen für 2017 übertroffen haben. Der Euro wird mit 1 Dollar 23 20 gehandelt.

09:45 DAX-Anleger vor Fed-Protokollen vorsichtig

Vor der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank halten sich Anleger mit Engagements am deutschen Aktienmarkt zurück. Erst nach Handelsschluss in Europa werden die Mitschriften der Fed-Sitzung offen gelegt, von denen sich die Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen in den USA erhoffen. Im Vorfeld gehen die Investoren lieber auf Nummer sicher. Viele, die jetzt ein- oder sogar zweimal auf dem falschen Fuß erwischt wurden, scheuten eine klare Positionierung für steigende oder fallende Kurse, sagte ein Börsenexperte. Und so werden lieber in paar Gewinne mitgenommen. Das beschert dem DAX ein kleines Minus von 0,3 Prozent auf 12.450 Punkte. Der MDAX verliert 0,4 Prozent. Die Aktie des Triebwerksbauers MTU hat rund 4 Prozent eingebüßt, obwohl die Münchner die Gewinnerwartungen für 2017 übertroffen haben. Im TecDAX gewinnt die Aktie von Telefonica Deutschland nach der Vorlage der Zahlen 3,4 Prozent. Die Aktie des IT-Dienstleisters GFT hat 6,2 Prozent zugelegt nach der Bekanntgabe eines überraschend hohen Gewinns. Der TecDAX notiert nur wenig verändert und der Euro mit 1 Dollar 23 18.

09:15 DAX startet im Minus - VW-Aktie unter Druck

Mit Kursverlusten ist der DAX soeben in den neuen Handelstag gestartet. Nach schwachen Vorgaben der New Yorker Wall Street verliert er rund 10 Minuten nach Börsenbeginn 0,4 Prozent auf 12.440 Punkte. Größter Verlierer ist die Aktie von Volkswagen mit minus 0,9 Prozent. In der Nacht hat es zwar eine Einigung im Tarifstreit gegeben, in den USA jedoch einen Rückschlag vor Gericht im US-Abgasskandal. Weiterhin ist die Schadenersatzklage, die VW wegen der derzeit negativen öffentlichen Stimmung in den USA gegen den Autokonzern gerne um ein halbes Jahr verschieben wollte, für 26. Februar angesetzt. Das Papier der Deutschen Börse ist größter DAX-Gewinner mit plus 0,7 Prozent. Der Börsenbetreiber hat im vergangenen Jahr trotz der geringen Handelsaktivität vieler Investoren den Gewinn steigern können. Am Rentenmarkt ist die Rendite 10jähriger Bundesanleihen um 2/100 gesunken auf 0,72 Prozent. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 22.

08:15 Deutsche Börse zieht Bilanz über turbulentes Jahr

Die Deutsche Börse hat ein schwieriges Jahr hinter sich mit einer Fusionspleite, Insidervorwürfen und einem Chefwechsel. Dennoch hat sie im vergangenen Jahr trotz der geringen Handelsaktivität vieler Investoren ihren Gewinn steigern können. Das bereinigte Ergebnis legte unterm Strich um sechs Prozent zu auf rund 857 Millionen Euro. Das hat der Frankfurter Börsenbetreiber gestern mitgeteilt, aber erst nach Börsenschluss. Auch die Aktionäre sollen am Unternehmenserfolg teilhaben mit einer um 10 Euro-Cent höheren Dividende von 2 Euro 45 je Aktie. Heute wird der neue Chef der Deutschen Börse Weimer in einer Presskonferenz den Journalisten Rede und Antwort stehen. Auch die Börsianer sind gespannt auf die Pläne Weimers, der nach einem Jahr voller Rückschläge für frischen Wind sorgen soll. Der DAX dürfte nach schwachen US-Vorgaben mit kleinen Verlusten in den Handel starten. Vorbörsliche Prognosen sehen ihn zur Stunde aber nur noch rund 15 Punkte leichter bei 12.473 Punkten, das hatte vor einer halben Stunde schon schlechter ausgesehen. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 36.

07:45 DAX gut ein halbes Prozent leichter gesehen

Die schwachen Vorgaben der New Yorker Wall Street dürften den DAX belasten. Der Dow Jones hatten gestern nach Börsenschluss in Deutschland weiter nachgegeben am Ende schloss er mit einem Minus von einem Prozent. Das dürfte den Start des DAX belasten. In vorbörslichen Prognosen von Banken und Brokern wird er zur Stunde mit 12.420 Punkten gesehen rund 70 Punkte leichter als sein Schlussstand gestern. Die VW-Aktie könnte in den Fokus rücken, nachdem es in der Nacht eine Einigung im Tarifstreit gegeben hat. Auch das Papier der Deutschen Börse dürfte sich bewegen. Der Börsenbetreiber hat im vergangenen Jahr trotz der geringen Handelsaktivität vieler Investoren den Gewinn steigern können, das hatte er gestern mitgeteilt, aber erst nach Börsenschluss. Zudem stehen einige Wirtschaftsdaten auf der Agenda, so z.B. die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager. Sie liefern Hinweise auf die Stärke der Konjunktur. In Tokio hatte der Nikkei-Index mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent geschlossen. Der Euro steht bei 1 Dollar 23 30.

07:15 Schwache Vorgaben für den Start des DAX

Die Vorgaben der internationalen Börsen für den neuen Handelstag sind nicht besonders. Der Kursrutsch der Aktie des Einzelhandelsriesens Walmart von rund 10 Prozent nach enttäuschenden Geschäftsergebnissen drückte auf die Kauflaune an den Börsen in New York. Belastend wirkte sich zudem der Anstieg der Renditen von Staatsanleihen aus. Im 10jährigen Bereich rentieren US-Bonds derzeit mit rund 2,9 Prozent, bei deutschen Staatsanleihen sind es lediglich rund 0,7 Prozent. Grund für die hohen Renditen derzeit in den USA ist Händlern zufolge die für diese Woche geplante Mega-Schuldenaufnahme durch die USA. Das dortige Schatzamt plant, über 250 Milliarden Dollar an Geldmarktpapieren und Treasuries an den Markt zu bringen. An den japanischen Börsen wollte da ebenfalls keine rechte Kauflaune aufkommen. Der Dow Jones Index schloss mit einem Minus von einem Prozent. Nach dem schwachen Wochenauftakt gestern schloss der Nikkei-Index vor wenigen Minuten immerhin mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent auf dem Endstand von 21.971 Yen. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 28.

06:45 Licht und Schatten bei VW

Die VW-Aktie könnte in den Fokus rücken heute an den deutschen Börsen. Denn im Streit um den Haustarif bei Volkswagen hat es in der Nacht eine Einigung gegeben. Informationen zu den Details soll es am Vormittag geben. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten aus den USA. Dort hat VW eine Schlappe im Abgasskandal erlitten. Der Autobauer ist mit seinem Antrag gescheitert, US-Gerichtsprozesse im Abgasskandal um sechs Monate verschieben zu lassen. VW hatte argumentiert, dass ein Prozess in der aktuellen negativen Atmosphäre nicht verhandelt werden könne. Der Auftakt des ersten Prozesses ist also weiterhin für 26. Februar angesetzt. Kläger ist ein Jetta-Besitzer, weil ihm 2014 ein Auto mit manipulierter Abgastechnik verkauft worden sei. Die Vorgaben für den Start des DAX sind nicht besonders. An der Wall Street schloss der Dow Jones Index gestern nach schwachen Zahlen des US-Einzelhändlers Wal Mart ein Prozent schwächer. Übernahmefantasien in der Chipbranche stützten den Technologieindex Nasdaq. Er verlor nur 0,1 Prozent. In Tokio zeigt sich der Nikkei-Index kurz vor Handelsschluss fast unverändert. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 22.

06:15 Einigung im Tarifstreit bei VW

Im Streit um den Haustarif bei Volkswagen hat es in der Nacht eine Einigung gegeben. Zu den Details wurde allerdings zunächst nichts bekannt. Die Handlungsführer der IG-Metall- und von VW wollen über das Ergebnis auf einer Pressekonferenz um 10.00 Uhr informieren, teilte die Gewerkschaft mit. VW hatte zuletzt angeboten, die Löhne ab Mai 2018 um 3,5 Prozent und ein Jahr später nochmal um 2,0 Prozent anzuheben, bei einer Gesamtlaufzeit von 30 Monaten. Die IG Metall war mit einer Forderung nach sechs Prozent höheren Löhnen in die Verhandlungen gegangen. Knackpunkt in den Gesprächen war zuletzt die von der Gewerkschaft verlangte Verbesserung der Altersvorsorge. Die Einigung dürfte auch die Anleger interessieren an den deutschen Börsen. Die Vorgaben der internationalen Börsen für den Start des DAX sind eher schwach. Der Dow Jones Index eröffnete die neue Handelswoche gestern nach dem Feiertag am Montag mit Kursverlusten. Er sank um ein Prozent. Und auch an der Börse in Tokio geht es nach anfänglichen Gewinnen nun wieder leicht nach unten. Der Nikkei-Index verliert zur Stunde 0,1 Prozent auf 21.913 Yen. Der Euro notiert mit 1 Dollar 23 24. Monika Stiehl, B5 Börse.


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