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Iran und Irak Mehr als 320 Tote und 2.500 Verletzte nach Erdbeben

Einen Tag nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Die meisten der Toten habe es auf der iranischen Seite der Grenze gegeben. Rettungskräfte suchten in den Trümmern weiter nach Überlebenden.

Von: Daniele Fiori

Stand: 13.11.2017

Eingestürzter Gebäude nach Erdbeben in Iran und Irak | Bild: picture-alliance/dpa

Nach dem schweren Erdbeben im iranisch-irakischen Grenzgebiet ist die Zahl der Toten im Iran auf mehr als 320 gestiegen. Wie die iranischen Behörden am Montag mitteilten, kamen allein auf der iranischen Seite der Grenze 328 Menschen ums Leben. 2530 weitere seien verletzt worden, berichtete das staatliche Fernsehen. Die Behörden rechneten damit, dass die Zahlen weiter steigen.

Das Beben hatte sich am Sonntagabend rund 30 Kilometer südwestlich der Stadt Halabdscha im Nordosten des Irak ereignet. In der iranischen Provinz Kermanschah starben einem Bericht der Nachrichtenagentur Isny die meisten der Menschen. Das größte Krankenhaus des Bezirks Sarpol-e Sah wurde schwer beschädigt, wie der Chef der Notfalldaten, Pirjhossein Kuliwand, mitteilte. Hunderter dort eingelieferte Verletzte könnten nicht versorgt werden. Die irakischen Behörden meldeten bislang sieben Tote und mehr als 300 Verletzte.

Auf der Suche nach Überlebenden

Rettungskräfte suchten am Montag in den Trümmern eingestürzter Gebäude weiter nach Überlebenden. In viele abgelegene Ortschaften konnten aber die Rettungsteams noch nicht vordringen. Iranische Innenminister Abdolresa Rahmani Fasle sagte, viele Straßen seien noch unpassierbar. Es sei zu befürchten, dass es noch viele Opfer in den abgelegenen Dörfern gebe. Im Irak kamen kurdischen Rettungskräften zufolge vier Menschen ums Leben.

Angst vor Nachbeben

Vielerorts fiel im Iran und Irak der Strom aus. Aus Furcht vor weiteren Erdstöße flohen die Menschen trotz Kälte auf die Straßen und in Parks und verbrachten die Nacht im Freien. 70.000 Menschen sind dem iranischen Roten Halbmond zufolge auf Notunterkünfte angewiesen. Der Iran liegt auf mehreren geologischen Vererbungslinien und wird daher häufig von Beben erschüttert. 2003 kamen bei einem Beben in der Stadt Bam rund 31.000 Menschen ums Leben.


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