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Münchner Konzern Linde Fusionspoker geht in die nächste Runde

Der Fusionspoker beim Industriegasekonzern Linde geht in eine neue Runde. Der amerikanische Rivale Praxair hat den Münchnern erneut ein Angebot für einen Zusammenschluss unterbreitet. Der erste Anlauf im Sommer war misslungen.

Von: Karsten Böhne

Stand: 01.12.2016

Linde AG | Bild: picture-alliance/dpa|Nicolas Armer

Ein Zusammenschluss unter Gleichen, den wollen Linde und Praxair erreichen. Nach den gescheiterten Gesprächen vor wenigen Monaten schlug Linde-Chef Büchele einen strikten Sparkurs ein, bis zu 4.000 Stellen könnten weltweit gestrichen werden.

Sorge um Standorte und Mitarbeiter

Mitten im Konzernumbau melden sich die Amerikaner nun wieder bei den Münchnern, es gibt einen neuen Versuch. Gemeinsam würden die beiden Konzerne neuer Weltmarktführer bei Industriegasen werden, mit einem Börsenwert von rund 60 Milliarden Euro.

Am Mittwoch wird es auf der Aufsichtsratssitzung von Linde um die Fusion gehen. Unklar ist dabei, wie sich die Arbeitnehmervertreter verhalten. Die Gewerkschaft IG BCE will sich auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks nicht zu der geplanten Fusion äußern. Die IG Metall bestätigt zumindest, dass es Gespräche mit Linde gebe. Darin gehe es darum, Standorte und Mitarbeiter zu erhalten. Das fordert auch die bayerische Staatsregierung, hier hat sich Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zu Wort gemeldet.


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