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Programm für Flüchtlingskinder Starterpaket für künftige Leseprofis

Früh übt sich, wer mal gut lesen können will. Um Flüchtlingskindern Deutsch nahe zu bringen, hat Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) heute Startersets in der Bayernkaserne in München verteilt - als Teil eines bundesweiten Programms.

Von: Simon Emmerlich/Patrizia Kramliczek

Stand: 21.03.2016

In der Bayernkaserne hat jedes Kind einen kleinen Stoffbeutel überreicht bekommen. Mit einem Bilderbuch und einem Flyer in verschiedenen Sprachen mit Vorlesetipps für die Eltern. Über einfache Bildergeschichten auf Deutsch sollen Kinder und Eltern spielerisch an Bücher und das Lesen herangeführt werden. Das Bilderbuch gibt dabei erste Einblicke in die deutsche Kultur, den deutschen Alltag und natürlich die Sprache, sagt Melitta Göres, Projektleiterin bei der "Stiftung Lesen", die das Projekt umsetzt. All das aber ohne Leistungsdruck.

"Wir wollen jetzt erstmal nur neugierig machen und Lust darauf, die Sprache kennen zu lernen.  Das ist jetzt der erste Zugang, der sinnvoll ist."

Melitta Göres, Stiftung Lesen

Lese- und Medienboxen für die älteren Kinder

Für die älteren Kinder bis zwölf Jahre werden in den Erstaufnahmeeinrichtungen Lese- und Medienboxen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu den Lesestarter-Sets wird es in Zukunft auch ein Seminarangebot für ehrenamtliche Vorlesepaten geben. Mehr Infos zu dem Projekt gibt die Online-Seite www.lesestart-fuer-fluechtlingskinder.de

Das bundesweite Programm "Lesestart für Flüchtlingskinder" richtet sich an Flüchtlingskinder in Erstaufnahmeeinrichtungen. Insgesamt stellt das Bundesbildungsministerium rund 2,2 Millionen Euro für das Leseprojekt zur Verfügung.


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