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Werk in Augsburg Leuchtenhersteller Ledvance steht in Augsburg vor dem Aus

Das Augsburger Werk des Leuchtenherstellers Ledvance steht vor dem Aus. Das wurde dem BR in Augsburg aus industrienahen Kreisen bestätigt.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 10.11.2017

Ledvance, der am Standort Augsburg aus dem Traditionsunternehmen Osram hervorgegangen ist, beschäftigt am Lech derzeit noch rund 650 Mitarbeiter. Wie aus Industriekreisen zu erfahren war, soll das Augsburger Werk geschlossen werden. Am Montag um 13.30 Uhr wird voraussichtlich Jes Munk Hansen, der Vorsitzende der Geschäftsführung, die Belegschaft auf einer Mitarbeiterveranstaltung informieren. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft IG Metall laufen dem Vernehmen nach bereits. Auch seitens des alten Eigentümers Osram sei man nicht in die Entscheidung eingeweiht gewesen, stellte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem BR klar.

Geringe Nachfrage nach Ledvance-Produktion

Im Juli 2016 hatte ein chinesischer Investor den Augsburger Leuchtenhersteller übernommen. Die nun wohl anstehende Schließung des Werks habe sich seit Jahren abgezeichnet, so heißt es aus unternehmensnahen Kreisen. Die Auslastung sei zu schwach geworden, die Nachfrage nach herkömmlichen Lampen und Leuchtstoffröhren zu gering. Für die rentablere LED-Produktion aber sei der Standort Augsburg nicht geeignet. Dazu komme, dass die EU die Energiesparlampen, wie sie in Augsburger hergestellt werden, möglicherweise schon bald teilweise verbieten wird, wie zu erfahren war.


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Kommentare

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Critics, Dienstag, 14.November, 11:39 Uhr

3. Was ist, wenn das gewollt war?

Veraltete Technologie als Kaufobjekt der Chinesen? - Ja, für wie blöde haltet ihr die denn Chinesen? Ist das nicht eher forciert?

Könnte nicht der Verkauf den Hintergrund haben, dass sich die deutschen Firmeneigner der "Altlasten" des Unternehmens preiswert entledigen kann?
Preisgünstige Personalentsorgung? Keine Betriebsrentenzahlungen? Keine weiteren Ansprüche?

Solche "Deals" erregen bei mir Verdacht auf Manipulation.

Bindacz_liebert, Sonntag, 12.November, 21:26 Uhr

2. OSRAM - Ledvance

Chinesen investieren nicht für das Ausland. Sie kaufen, schließen und verlegen jede Produktion nach China. Wann bemerkt das die deutsche Politik. Der nächste Augsburger Betrieb mit roter Laterne wird KUKA sein.

Michi, Samstag, 11.November, 02:16 Uhr

1. Wer sagt das?

"Für rentablere LED-Produktion aber sei der Standort Augsburg nicht geeignet."

Das ist eine unbelegte Behauptung! Es fehlt den "Unternehmern" der Mut Zukunft zu gestalten! Vollautomatisierte Produktion hat nichts mit Personalkosten zu tun, daher stiehlt sich hier ein Argument unfähiger Unternehemer-Eliten oder von Subventionsrittern in einen BR Bericht ein, ohne belegt zu werden.

Bitte vernünftig recherchieren, bevor unhaltbare Aussagen als alternativlose Wahrheiten dargestellt werden.

  • Antwort von Paul, Samstag, 11.November, 16:23 Uhr

    "Bitte vernünftig recherchieren, bevor unhaltbare Aussagen als alternativlose Wahrheiten dargestellt werden."
    Das wird hier doch nicht behauptet. Der Konjunktiv drückt aus, dass es eine Aussage / Meinung ist.
    Der Urheber... wohl Unternehmensnahe zweidimensionalen Kugeln..