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Gefahrenstufe 3 in den Bayerischen Alpen Erhöhte Lawinengefahr ab 1.600 Metern

Wintersportler müssen in den bayerischen Alpen weiter besonders vorsichtig sein. Überall im deutschen Alpenraum herrsche oberhalb von 1600 Metern wieder erhebliche Lawinengefahr, teilte der Lawinenwarndienst heute mit. Für zwei Tourengeher aus München wäre ein Lawinenabgang im Salzburger Land beinahe zum Verhängnis geworden.

Stand: 05.03.2016

Warnschild Lawinengefahr | Bild: picture-alliance/dpa

Wie die österreichische Bergrettung mitteilte, wurden die beiden in Flachau im Pongau von den Schneemassen erfasst. Die 44 Jahre alte Frau konnte sich selbst befreien, ihr gleichaltriger Begleiter musste von Helfern gerettet werden. Beide kamen mit Verletzungen in eine Klinik.

Schon ein einzelner Skifahrer oder Snowboarder könne eine Lawine auslösen, so die allgemeine Botschaft des Lawinenwarndienstes. Unterhalb von 1.600 Metern ist die Lawinengefahr etwas geringer, sie wird dort als mäßig eingestuft. Die Lawinensituation werde "angespannt" bleiben, warnten die Experten weiter.

Nach den Schneefällen Anfang der Woche ist die Lawinengefahr deutlich angewachsen: Der bayerische Lawinenwarndienst hat bereits am Mittwoch die Gefahrenstufe 3 für die höheren Lagen der Bayerischen Alpen herausgegeben. Dies entspricht einer erheblichen Lawinengefahr.

Analyse vor Ort

Nach dem Lawinenabgang am Dienstagabend mit einem Toten am Breitenberg bei Pfronten waren Experten vom Lawinenwarndienst Bayern und der Polizei vor Ort. Sie werden die Schneesituation am Hang sowie die Anrissstelle der Lawine begutachten. Außerdem wollten die Experten anhand eines Schneeprofils die Schneeschichten analysieren und so herausfinden, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Tödlicher Unfall im Ostallgäu

Der Lawinenwarndienst Bayern hatte am Dienstag zunächst eine mäßige Lawinengefahr oberhalb des Waldgürtels und eine günstige Situation für die niedrigeren Lagen vorhergesagt. Trotzdem wurde vor Lawinen etwa in Rillen und Mulden gewarnt.

Dennoch kam für den Skifahrer im Landkreis Ostallgäu jede Hilfe zu spät - bei einer Tourenabfahrt ins Tal löste er ein Schneebrett aus und wurde verschüttet.


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