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Elektronik-Messe CES Von Kühlschrankkamera bis Schrittzähler-Pumps

In Las Vegas finden heute die ersten Pressekonferenzen zur Consumer Electronics Show, CES, statt. Es werden dabei Neuigkeiten von Elektronikriesen, aber auch von Autokonzernen vorgestellt.

Von: Wolfgang Stuflesser

Stand: 05.01.2016

Members of the media examine and try new products at the Consumer Electronics Show (CES) 'Unveiled' event at the Mandalay Bay Resort and Casino in Las Vegas, Nevada, USA | Bild: picture-alliance/dpa

Es sieht so aus, als könnten bei dieser CES einige Versprechen der Hersteller aus den vergangenen Jahren schließlich wahr werden: Der intelligente Kühlschrank, jahrelang als Beispiel fürs Wohnen der Zukunft vorgeführt, kommt nun in Form von kleinen vernetzten Zusatzgeräten: Eine Sensormatte, die über das Gewicht feststellt, wie viel Milch noch da ist, oder eine Webcam, die bei jedem Schließen der Kühlschranktür ein Foto des Inhalts macht und aufs Smartphone lädt – dann kann der Besitzer von unterwegs nachschauen, wie ob er wirklich Karotten nachkaufen muss.

Vernetzung total

CES in Las Vegas

Die CES findet vom 6. bis 9. Januar in Nevada statt und ist neben der CeBIT, Computex, IFA und dem Mobile Wold Congress eine wichtige Messe für die IT-Branche. Mehr als 3.000 Aussteller werden auch in diesem Jahr erwartet.

Das Thema Wearables, also tragbare, vernetzte Minicomputer, ist diesmal noch präsenter als voriges Jahr: Die Sensoren sind kleiner und besser geworden, und vor allem Start-up-Firmen bauen sie in alles ein, was nicht bei drei auf dem Baum ist: Sogar Pumps mit Schrittzähler und Fußheizung sind zu sehen – und die sich selbst-bindenden Sportschuhe von Marty McFly aus "Zurück in die Zukunft" sind ebenfalls Realität – kosten allerdings auch 450 Dollar.

Autohersteller setzen auf Vernetzung und Elektroantrieb

Elektro-Flitzer auf der CES

In den nächsten Tagen wird es vor allem um deutlich größere Geräte gehen: Auch die großen Autohersteller haben die Messe als Werbeplattform entdeckt, Google und Ford werden wohl ihre Zusammenarbeit beim selbstfahrenden Auto verkünden, und VW könnte eine Elektroversion des VW-Bus vorstellen.

In diesem Jahr haben die Veranstalter der CES die Sicherheitsvorschriften deutlich verschärft: 170.000 Besucher werden erwartet, sie dürfen nur kleine Taschen mit sich führen und werden am Eingang mit Metalldetektoren kontrolliert. Nach den Terroranschlägen und Drohungen der vergangenen Monate gehen die Veranstalter auf Nummer sicher, damit sich auf der Messe wirklich alles um die Technik und nicht um mögliche Terrorattacken dreht.


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