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Kampf gegen Arbeitslosigkeit Arm - ein ganzes Leben lang

Die Bundesagentur für Arbeit sagt der Langzeitarbeitslosigkeit den Kampf an. Die Regionaldirektion Bayern spricht von der "wichtigsten Aufgabe" 2013 - auch weil Armut immer öfter "vererbt" werde.

Stand: 22.12.2012

Beziehen die Eltern Hartz IV - dann beantragen später meist auch die Kinder die Sozialleistung. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern, Ralf Holzwart, will das so nicht mehr hinnehmen. Sein Vorschlag: Der Staat muss Kinder früher und besser fördern, indem er etwa das Angebot an Ganztagsklassen erweitert.

Gerade Kinder aus den sogenannten bildungsfernen Schichten hätten dann bessere Chancen auf einen Schulabschluss und später auf einen Arbeitsplatz. Bisher kämen die Behörden erst zum Zug, wenn die betroffenen Jugendlichen erwerbsfähig seien, also mindestens 15 Jahre alt.

Auch ältere Arbeitslose bereiten den Experten Sorgen

Sorgen machen sich die Experten aber auch um ältere Arbeitnehmer. Deren Risiko, nach dem Verlust einer Stelle keine neue mehr zu finden, ist in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen. Der Zuwachs liege bei 16 Prozent, schreibt die "Saarbrücker Zeitung" und beruft sich auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur. Dagegen hat sich die Arbeitslosigkeit insgesamt im Vorjahresvergleich nur um 1,4 Prozent erhöht.

Eine Sprecherin der Nürnberger Behörde erklärt diesen Trend auch mit der demographischen Verschiebung: "So wie die Belegschaften in den Betrieben altern, so altern auch die Arbeitslosen." Tatsache sei aber auch, dass der Arbeitsmarkt für Ältere schwierig sei. "Die Älteren, die arbeitslos geworden sind, haben schlechtere Chancen, wieder in Arbeit zu kommen."

Die Prognose für 2013: In Bayern 10.000 Arbeitslose mehr

Wenig Sorgen macht sich Holzwart übrigens um die Entwicklung des bayerischen Arbeitsmarktes insgesamt - mit ein paar Einschränkungen: "Wir gehen davon aus, dass der Arbeitsmarkt 2013 weiter an Dynamik verliert. Im zweiten Halbjahr wird es aber wieder besser." Bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent dürfte die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt um etwa 10.000 steigen. Zurzeit hat der Freistaat mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent den bundesweit niedrigsten Wert.


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