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Nach Festnahme bei Rosenheim Kosovaren wieder frei

Die auf der Autobahn A8 bei Rosenheim festgenommenen Verdächtigen sind wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die zunächst vermuteten Verbindungen zu einem Terrornetzwerk bestätigten sich nicht.

Von: Oliver Bendixen

Stand: 22.03.2016

Symbolbild Schleierfahndung Bayern | Bild: picture-alliance/dpa

Gegen die drei Kosovaren bestand nach Eingang eines anonymen Hinweises auf einer Internetseite der bayerischen Polizei zunächst ein Terrorverdacht. Schleierfahnder nahmen die Männer am Dienstagvormittag auf der Autobahn A8 nahe der Ausfahrt Bernau fest.

Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer erklärte am Mittwoch, bisher seien keine Hinweise auf einen Terrorbezug festgestellt worden. Daraufhin setzte die Münchner Staatsanwaltschaft die Männer wieder auf freien Fuß.

Bei ihren Vernehmungen gaben die zwischen 36 und 46 Jahre alten Männer an, sie seien im Auftrag eines Landsmannes von Belgien aus in den Kosovo unterwegs. Um dort ein Haus zu kaufen, hätten sie 30.000 Euro Bargeld dabei. Zudem fand die Polizei in ihrem Auto auch Pläne eines Gebäudes.

Zutreffende Angaben der Verdächtigen

Bei den Ermittlungen stellte es sich als zutreffend heraus, dass es sich bei dem von ihnen benutzten Wagen um das Fahrzeug einer belgischen Baufirma handelte. Die Pläne bezogen sich tatsächlich auf das Gebäude in Pristina. Auch die 30.000 Euro waren für den Kauf des Hauses bestimmt, wie der Auftraggeber in Belgien gegenüber den Behörden bestätigte.

  • Oliver Bendixen | Bild: Bayerischer Rundfunk Oliver Bendixen

    Polizeiexperte des Bayerischen Rundfunks, Spezialthemen: Innere Sicherheit, Terrorismus, Extremismus,


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