16

Bayern-SPD-Chefin im Interview Kohnen sieht kaum Chancen für eine Große Koalition

Die Landesvorsitzende der bayerischen SPD, Natascha Kohnen, erwartet, dass ihre Partei mit der Union über eine Neuauflage der Großen Koalition sprechen wird. "Aber das heißt noch lange nicht, was dann am Ende in Richtung Regierung rauskommen könnte", sagte Kohnen im Bayerischen Rundfunk.

Stand: 05.12.2017

Natascha Kohnen, SPD | Bild: picture-alliance/dpa

Natascha Kohnen, Bayern-SPD-Chefin und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, sieht nur geringe Chancen für eine Neuauflage der Großen Koalition.

"Ich halte auch den Weg in eine Große Koalition für sehr schwierig. Die Große Koalition war am Ende letzten Sommer in den inhaltlichen Gemeinsamkeiten wirklich erschöpft. Und auch das, was der Minister Schmidt mit der Glyphosat-Genehmigung gemacht hat, ist schon ein echter Hammer und auch ein Vertrauensbruch für uns."

Natascha Kohnen in der radioWelt in Bayern2

Und weiter: "Wir sollten uns auch nicht anderen Optionen verschließen. Wir stehen hier in unserem Land vor einer völlig neuen Situation und müssen deutlich mutiger sein und schon auch über mögliche Minderheitsregierungen oder eben auch eine große Koalition sprechen."

SPD-Parteitag am Wochenende

Die wichtigsten Inhalte werde die SPD auf dem Parteitag am Wochenende besprechen. "Wir werden die inhaltlichen wichtigen Linien für uns festlegen, beispielsweise ein Ende der Zweiklassen-Medizin in Richtung Bürgerversicherung, wie stellen wir uns ein soziales Europa vor, Einwanderungsgesetz, Familiennachzug." Danach wisse man dann auch, ob die Partei wirklich willens sei, in weitere Gespräche zu gehen.


16

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Michael Wendl, Mittwoch, 06.Dezember, 17:37 Uhr

8. Große Koalition

Koalitionsverhandlungen werden scheitern, wenn die SPD bei ihren Positionen bleibt. Die CDU geht nach rechts, weil ihr Wirtschaftsflügel sich gestärkt fühlt und sich auf die Zeit nach Merkel vorbereitet. Die CSU wird in der Asylfrage mindestens das durchsetzen wollen, was sie gegenüber den Grünen geschafft hat. Wenn die SPD aus dem Ende der alten GroKo etwas gelernt hat, wird sie Gespräche führen, aber in ernst gemeinte Koalitionsverhandlungen nicht mehr eintrzen

Hans, Dienstag, 05.Dezember, 18:51 Uhr

7. Groko in Bayern

Müssen schauen ob CSU und AfD wirklich eine GroKo in Bayern bilden wollen. Das Frau Konen das nicht will verstehe ich.

Wilhelm, Dienstag, 05.Dezember, 14:35 Uhr

6. SPD und sog.GroKo

wie es scheint hat Frau Kohnen, wie viele andere auch mehr als 2 Monate nach der Wahl noch immer nicht begriffen, daß eine Koalition aus CDU/CSU und SPD keine 'Große Koalition' mehr ist , sondern eine Koalition, die gerade mal über die 50% kommt. Das 'Groß' ist Vergangenheit.

Erich , Dienstag, 05.Dezember, 14:32 Uhr

5. Sauber Frau Kohnen,

ich sehe nächstes Jahr auch keine Chance auf eine Groko im bay. Landtag. Es wird einfach nicht reichen.
:D

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 05.Dezember, 14:41 Uhr

    für eine blaubraune Machtergreifung wird es aber auch nicht reichen!

  • Antwort von Erich , Dienstag, 05.Dezember, 17:04 Uhr

    Trudi das muss auch nicht sein. Wichtig ist das unter Druck setzen.

Christiana, Dienstag, 05.Dezember, 13:37 Uhr

4. Die aktuelle politische Situation insgesamt ist erschöpfend u. unbefriedigend

Als FDP-Wählerin möchte ich keine GroKo mit den nun ins Spiel gebrachten SPD-Inhalten. Auch für Grüne Politik kann ich mich nicht erwärmen. Eben sowenig gefällt es mir, wenn Frau Göring-Eckhardt von "meine Frau Merkel" spricht. Am liebsten wären mir Neuwahlen mit einem CDU/CSU-Kanzlerkandidaten und einem ausreichenden Wahlergebnis für eine schwarz/gelbe Bundesregierung.

  • Antwort von Zauberin, Dienstag, 05.Dezember, 14:42 Uhr


    Weihnachten ist zwar nicht mehr lange hin, aber Wünsch-Dir-Was gibt es nicht.

    Wenn ich hier manche Kommentare zur vergangenen Wahl lese, frage ich mich, ob der Inhalt von Demokratie eigentlich nie erklärt wurde.

    Nicht EINER ist das Volk, sondern VIELE ;-) ...

  • Antwort von Christiana, Dienstag, 05.Dezember, 18:14 Uhr

    @Zauberin:
    Demokratie bedeutet Rechtsstaatlichkeit, Meinungen und Wünsche äußern zu können, Individualismus etc.. Ich bin froh, eine liberale Erziehung genossen zu haben, die zu Toleranz und gedanklicher Mündigkeit ermutigte.