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Nach Ausschluss der AfD CDU-Landeschefin Klöckner sagt TV-Debatte ab

Die CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, hat ihre Teilnahme an einer Wahlsendung des SWR abgesagt. Zuvor hatte die SPD mit einer Absage gedroht, falls die AfD vertreten sein sollte. Ein Eklat.

Stand: 21.01.2016

Portrait | Bild: picture-alliance/dpa

Nach der Ausladung von AfD, Linken und FDP von der sogenannten Elefantenrunde im Südwestrundfunk (SWR) will die rheinland-pfälzische CDU die Fernsehsendung boykottieren. Die CDU wirft dem Sender vor, sich von der SPD beeinflussen zu lassen. Patrick Schnieder, Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, sagte:

"Mit unserer Teilnahme würden wir die skandalöse Einflussnahme der SPD und die so erzwungene, falsche Reaktion des SWR nur noch belohnen."

Patrick Schnieder, CDU-Generalsekretär

Eine Reduzierung der Diskussionsrunde auf die drei Landtagsparteien widerspreche den Realitäten im Land, so Schnieder weiter.

Der Hintergrund zur Debatte

Der Südwestrundfunk hatte zur sogenannten Elefantenrunde die Spitzenkandidaten der Parteien eingeladen, die bereits im Landtag vertreten sind - SPD, CDU und Grüne. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte mit einem Boykott der Sendung gedroht, falls die Alternative für Deutschland dabei sein sollte. Schnieder warf ihr vor, mit einer solchen Ankündigung die Politikverdrossenheit zu fördern. Ursprünglich war die Elefantenrunde für den 10. März geplant und damit drei Tage vor der Landtagswahl. Eigentlich hätten alle Parteien teilnehmen sollen, die Chancen haben, in den Landtag einzuziehen.

Der SWR änderte nun aber sein Konzept. Nach der Live-Debatte mit der amtierenden Ministerpräsidentin Dreyer, ihrer Herausforderin Klöckner und der Grünen-Spitzenkandidatin Lemke sollen nun im Anschluss daran aufgezeichnete Interviews mit den Spitzenkandidaten von FDP, Linkspartei und AfD gezeigt werden.


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Gabi, Freitag, 22.Januar, 13:00 Uhr

14. AfD-Klischee

In einer Diskussionsrunde aller Parteien könnten sich die Zuhörer ein Bild von der AfD machen, das dem von SPD und Gründen verbreiteten nicht entspräche. Ein AfD-"Elefant", der nämlich sachlich diskutiert und nicht gegen Flüchtlinge hetzt, würde schließlich nicht in deren dämonenhaftes Klischee passen. Wer keine Argumente hat, braucht unbedingt ein Feindbild. - Respekt vor Frau Klöckner, dass sie sich diese feige Blöße nicht geben möchte.

Manfred, Donnerstag, 21.Januar, 18:00 Uhr

13.

Ja es war dumm, AfD, Linke und FDP nicht einzuladen.
Dass aber nun die CDU sich als "Beschützer" der AfD zeigt ist doch sehr vielsagend.

  • Antwort von Jens, Donnerstag, 28.Januar, 15:42 Uhr

    Lieber manfred,
    bitte nichts vermischen: SPD und Linke drohten durch ihre Absage mit einer "Elefantenrunde" ohne (zwei) Elefanten. Dass Frau Klöckner dieses seltsame Demokratieverständnis nicht unterstützt, hat nichts damit zu tun, dass sie die AfD "beschützt" - im Gegnteil: Nur durch die Auseinandersetzung mit den Rechtsaußen, können sie demaskiert werden. Dass sich SPD und Linke das offenbar nicht zutrauen, das lässt allerdings tief blicken. Schweigen und schmollen hat noch nie genutzt - wer schweigt, stimmt zu.

Toni, Donnerstag, 21.Januar, 17:57 Uhr

12. nur Show

Egal ob SPD oder CDU, das ist nur Show für den Bürger! Glaubt doch sowieso keiner mehr!

Rumplhanni, Donnerstag, 21.Januar, 17:13 Uhr

11. Julia Glöckner handelt richtig

Zudem hat sie keine Angst Positionen zu verteidigen. Die AfD sitzt bereits mit im EU-Parlament.

Personen, die Bürger politisch vertreten wollen gehören vorgestellt. Eine zeitlang hätte in MUC nach Selbstgerechten wohl auch CSU keinen Verhandlungsraum finden dürfen. Als rechtspopulistisch, fischen am rechten Rand, Nähe AfD bezeichnet, nur weil sie nicht ihrer Meinung waren.

Auch CSU hat sicher keine Berührungsängste mit den „Blauen“ - wegen des Stammtischs, aber eben !nicht! wegen des Biers – verbaler Schlagabtausch, mit Nachbarn reden, Bürgern. Zudem einen harter CSU-Kern, der sich meldet. Es sind bereits viele Normalbürger, die sich langsam abwenden, weil sie keine andere Lösung sehen. Alternativen muss es geben. Bewährt sie sich, hat vielleicht ganz Deutschland Optionen. Die Bürger werden es entscheiden.

„Zeichen setzen“. Zeichen haben presse-hofiert vor allem die gesetzt, die Politik durch Toleranz ersetzten. Einseitig wird radikal ein gesamtes Gesellschaftsbild verbogen

  • Antwort von Alter Demokrat, Freitag, 22.Januar, 08:00 Uhr

    Bei Radikalen hat man schon einmal nicht richtig hin geschaut. Nichts aus der Vergangenheit gelernt? Beschämend.

Gerald, Donnerstag, 21.Januar, 17:05 Uhr

10. Kostenlose Wahlhilfe!

Die Angst gegenüber der AfD muß wirklich sehr groß sein! Die SPD macht sich doch überall nur noch zur Lachnummer!Nicht mehr wählbar! Es sollten alle Parteien, die Chancen aut den Einzug in den Landtag haben, an der Sendung teilnehmen! Sonst können Sie gleich die Sendung "Elefantenrunde" absagen! Wäre ohne die AfD soundso langweilig! So ist es eine Wahlhilfe für AfD! Und das noch kostenlos! AfD, was will man mehr!