13

Bayerisches Umweltministerium Leitfaden für mehr Grün in der Stadt

Die Sommer werden wegen des Klimawandels immer heißer. Diese Erwärmung trifft die Städte mehr als das Land. Wie können sich die Kommunen darauf einstellen? Das beschäftigt das bayerische Umweltministerium.

Von: Johanna Kempter

Stand: 15.05.2017

Die Stadt Forchheim vom Walberla gesehen | Bild: picture-alliance/dpa/Nicolas Armer

München, Maxvorstadt: Große Häuserblocks, zubetonierte Innenhöfe, viel grau, wenig grün. Das muss sich ändern, meinen die Wissenschaftler vom ZSK, dem "Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung". Zum Beispiel mit bepflanzten Dächern oder mit Bäumen an den Straßenrändern. Sie spenden Schatten und wirken so gegen die zunehmende Hitze, und sind obendrein gut für die Luft. 

Andere Forscher des ZSK beschäftigen sich mit der energetischen Sanierung von Gebäuden. Durch den Klimawandel muss nämlich weniger geheizt werden – und mehr gekühlt.

Konzept nicht nur für München

All diese Erkenntnisse fließen ein in einen Leitfaden für Bayerns Kommunen, erklärt Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Ihr Ministerium finanziert das ZSK, das am Montag zu einem Symposium in München geladen hatte.

"Hier sind die Architekten genauso gefragt wie die Ökologen, die Soziologen, die Klimaforscher. Die treffen sich in diesem Zentrum, um ganz klare Leitfäden zu entwickeln, die jeder Kommune dann helfen in der Argumentation. Egal ob sie mit Stadtplanern reden oder mit Investoren oder für die Grüninfrastruktur in den Städten sorgen."

Ulrike Scharf, bayerische Umweltministerin (CSU)

Jede Stadt ist unterschiedlich aufgebaut. Damit möglichst viele Kommunen von dem Leitfaden profitieren können, entwickeln die Wissenschaftler Konzepte für die häufigsten Stadttypen. Nicht nur für Viertel wie die Münchner Maxvorstadt mit ihrer Blockbebauung, sondern etwa auch für mittelalterliche Stadtkerne wie in Würzburg-Heidingsfeld. Ende Juli soll der Leitfaden ans Umweltministerium übergeben werden.

Temperaturrekorde und Extremwetter in Bayern


13

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Klimawandel, Dienstag, 16.Mai, 11:56 Uhr

10. Baumpflanzaktion in Bayern für den Klimawandel

Warum spendiert die Staatsregierung nicht einfach 100.000 Laubbäume/Nadelbäume für eine Umweltkampagne zum Thema Klimawandel in Bayern?

Jeder Haushalt mit 9 m2 Pflanzraum kann 1 kostenlosen Baumpflanzling im Internet beim Ministerium für 9,- EUR bestellen.

Besonders empfehlenswert sind bei heimischen Laubbäumen Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Hainbuche (Carpinus betulus), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Roteiche (Quercus rubra).

Bei Nadelbäumen evtl. Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) und Hemlocktannen (Tsuga). (Siehe Wikipedia)

Selim, Montag, 15.Mai, 21:35 Uhr

9. Reichsgaragenverordnung

Vorschlag:
Streichung der Reichsgaragenverordnung von 1936 oder 1939,

statt dessen: Verpflichtung zur Pflanzung von Obstbäumen je Wohneinheit.

(wer braucht denn noch eine Verordnung, die vom "Führer" stammt, mit der er die "Mobilisierung" des Deutschen Volkes vorantreiben wollte - das Wort "Mobilisierung" noch in der ursprünglichen Form gemeint, nämlich die Kriegsfähigkeit zu steigern.

Zwiesel, Montag, 15.Mai, 21:13 Uhr

8. Blumenwiesen

Ein, wenn auch nur kleiner, Anfang könnte sein, sofort alle Rasenflächen in den Städten, die nicht gebraucht werden, in Bienen- und Insektenfreundliche Blumenwiesen umzuwandeln. Nicht alle 14 Tage mähen. Bei entsprechender Aussaat bzw. Anpflanzung kann diese Blumenpracht den ganzen Sommer stehen bleiben und muss nicht einmal gemäht werden. Es ist ein wunderbarer Anblick, wenn man in Städten schaut, die das schon machen. Dazu brauchts keine große Planung und Diskussion, einfach nur die Entscheidung.

t.ansged, Montag, 15.Mai, 20:29 Uhr

7. heimat in grün

des is koa problem- einfach die flächen die unser heimatminister(diese bezeichnung und der politiker ist schon realsatire) und andere deppen tagtäglich zubaun und versiegeln grün anstreichen! weil wie ist dem söder sein motto: hauptsach es schaugt toll aus!

pfiat di bayernland (biermöslblasn)
es muss a bläde gebn aba es wern aiwei mehr (meister eder)

Wolfgang, Montag, 15.Mai, 20:04 Uhr

6. Großstädte komunalrechtlich zerschlagen in weitgehend autonome Mittelstädte.

Diese dann organisatorisch stärken für weitgehend Komplettheid an Kultur, Freizeit und Arbeit eng mit schattigen Höfen bebaut und mit kurzen Wegen.

Man gehe im Hochsommer durch die engen Gassen von Verona oder Padua, dann merkt man wie für heisses Klima gut gebaut werden kann..

Und Architekten, bei Neubauwohnungen, baut Ostbalkone und Terrassen, die wenigen Spätwinterstunden auf der sonnigen Südwestseite sind eher verzichtbar, warum wohl werden fast alle Süd- und Westbalkone mit Markisen ausgestattet?