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Reformationstag Kardinal Marx will Wiedervereinigung der Kirchen

Anlässlich des bevorstehenden Reformationstags hat sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, für die Wiedervereinigung der christlichen Kirchen ausgesprochen. "Dafür setzen wir uns seit Jahren ein, dafür bete ich, dafür arbeite ich", sagte Marx.

Von: Claudia Steiner

Stand: 29.10.2017

Kardinal Marx | Bild: picture-alliance/dpa/©M. MIGLIORATO/CPP / IPA

Der Reformationstag am 31. Oktober 2017 sei kein Schlusspunkt, "sondern ein Doppelpunkt auf unserem ökumenischen Weg als Christen in diesem Land", sagte Marx der "Bild am Sonntag". Auch eine Mehrheit der Katholiken ist für die Vereinigung der Kirchen, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitung ergab. 58 Prozent der katholischen Befragten sprachen sich dafür aus, die evangelische und die katholische Kirche wieder zu einer Kirche zu vereinigen. 28 Prozent waren dagegen.

Protestanten kritisch

Unter den Protestanten war der Widerstand größer: 47 Prozent sprachen sich für eine Vereinigung aus, 41 waren dagegen. Der Reformationstag erinnert an den Anschlag von 95 Thesen durch Martin Luther an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg. Dieses Ereignis vor genau 500 Jahren gilt als Beginn der Reformation.


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Drs. Etzold Gottfried und Ute Maria , Montag, 30.Oktober, 09:47 Uhr

27. Wiedervereinigung der Christen

Sehr verehrter lieber Kardinal Marx!
Mit dem "Doppelpunkt" haben sie uns tiefe Freude bereitet. Wir sind Ihnen als evangelische Christen dankbar und fest an der Seite aller derer die darauf hoffen.
Ihre Gottdfried und Ute Maria Etzold, Dresden

Wilhelm Weber, Sonntag, 29.Oktober, 18:19 Uhr

26. Marx und sein Wille zur Wiedervereinigung

Hat Herr Marx eigentlich vergessen, was er als Bischof von Trier angerichtet hat, als er Prof Hasenhüttel zuerst suspendiert und später dann ihm die Lehrerlaubnis entzogen hat, weil dieser auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin evangelische Christen zur Teilnahme an der hl. Kommunion eingeladen atte? Spätestens seit diesem Zeitpunkt hat er keine Glaubwürdigkeit mehr. Da mag er noch so Ökumene-willig daherlabern. Nein Danke, Herr Marx.

Markus, Sonntag, 29.Oktober, 16:50 Uhr

25. Mehr Feiertage!

Super Idee, Herr Marx. Diese Ausdifferenzierung der Glaubensrichtung spielt doch in unserer heutigen Multikulti-Gesellschaft eh keine Rolle mehr. Passt auch zu Jamaika :)

  • Antwort von Rosl, Sonntag, 29.Oktober, 18:09 Uhr

    Klar Markus, zurück in das Mittelalter. Damals hatten wir 170 Feiertage plus Sonntage. Das neue fromme Leben wird dem Herrn Finanzminister aber nicht gefallen, denn vollen Lohnausgleich werden die Arbeitgeber ihren Angestellten nicht gewähren.

Zauberin, Sonntag, 29.Oktober, 16:46 Uhr

24. Es liegt ja wohl am meisten an der katholischen Kirche,

daß man sich nicht annähert. Insofern halte ich die Äußerung von Herrn Marx für reichlich realitätsfern.

Ein wenig Selbstkritik statt Selbstherrlichkeit (eine größere Distanz als in diesen beiden Punkten gibt es kaum) wäre da zur Übung schon mal angebracht.

Was hat sich denn seit Luther bei der katholischen Kirche geändert, außer daß man für Vergebung nicht mehr zahlen muß (wird aber immer noch gerne in Form von Spenden genommen)? Immer noch fühlen sich Geistliche privilegiert und haben einen Lebensstil zum Abwinken. Mahnungen, Armen und Bedürftigen zu helfen, gelten nur für das Kirchenvolk, nicht die Herren. Aufarbeitung divereser Skandale? Oh, da müßte man ja mal unter den dicken Teppich gucken ...

Insofern: träumen Sie weiter, Herr Marx und lassen Sie diesen Traum besser nie Wirklichkeit werden.

  • Antwort von Zauberin, Dienstag, 31.Oktober, 19:00 Uhr

    Nachsatz:

    was Herr Marx als Bischof von Trier in Sachen Hasenhüttl angerichtet hat (Suspendierung wegen ökumenischen Abendmahls). läßt ihn im aktuelen Zusammenhang nur noch abgehobener und bigotter wirken.

    Wenn es ihm wirklich ernst wäre mit der Ökumene, sollte er endlich mal aufhören, seine Meinung permanent der des jeweiligen Papstes anzupassen.

glypto 2, Sonntag, 29.Oktober, 16:09 Uhr

23. Wiedervereinigung der Kirchen

Folgt jetzt nach der Zusammenlegung der Pfarreien eine Zusammenlegung der Kirchen? Dieser Kirchenmann wäre ein guter Unternehmensberater geworden.