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Schriftsteller darf Spanien verlassen Keine Auslieferung an die Türkei: Schriftsteller Akhanli ist frei

Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli darf nach eigenen Angaben Spanien verlassen. Die spanische Justiz habe das Auslieferungsersuchen der Türkei abgelehnt, sagte der Autor mit türkischen Wurzeln.

Stand: 13.10.2017

Dogan Akhanli | Bild: picture-alliance/dpa

Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli darf Spanien nach eigenen Angaben verlassen. Die spanische Justiz habe das Auslieferungsersuchen der Türkei gegen ihn abgelehnt, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Der türkischstämmige Autor habe der Zeitung seine Rückkehr nach Köln für Mittwoch (18. Oktober) angekündigt.

"Ich bin natürlich erleichtert. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet", sagte der 60-Jährige, der seit 2001 deutscher Staatsbürger ist. Akhanli war am 19. August auf Verlangen der Türkei in Spanien festgenommen worden. Seit 20. August war er zwar wieder auf freiem Fuß, durfte das Land aber nicht verlassen. Basis der Festnahme war ein über Interpol gestelltes Ersuchen auf vorläufige Festnahme. Gegen seine Festsetzung hatte es massive internationale Proteste gegeben.

Hintergrund

Akhanli war im August während seines Urlaubs in Granada festgenommen worden. Grundlage war ein Interpol-Gesuch der Türkei.

Akhanli ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN. Er behandelt in seinen Büchern die politische Entwicklung in der Türkei in den 1970er- und 1980er-Jahren sowie den Völkermord an den Armeniern. Außerdem engagiert er sich in Menschenrechtsvereinen sowie in der deutschen und türkischen Erinnerungsarbeit.


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