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Abschalt-Vorwürfe KBA entlastet BMW in Abgasaffäre

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat den Autohersteller BMW vom Vorwurf der Abgasmanipulation bei einem Diesel-Modell der 3er-Reihe entlastet. Die Vorwürfe hatte die Deutsche Umwelthilfe erhoben.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 15.02.2018

BMW Hauptgebäude München | Bild: picture-alliance/dpa

Die Vorwürfe wogen schwer. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Dezember erklärt, auch bei BMW Hinweise auf Abgasmanipulationen gefunden zu haben und hat die entsprechenden Unterlagen dem Kraftfahrt Bundesamt und der Münchner Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt. Nun hat das Kraftfahrt-Bundesamt die Münchner entlastet.

Das KBA hat bei dem betroffenen Diesel-Modell, einem BMW 320d, eigene Messungen durchgeführt und keine unzulässigen Abschalteinrichtungen gefunden. Die Behörde kommt zu dem Ergebnis, dass die Abgasemissionen sowohl auf dem Rollenprüfstand als auch auf der Straße unter normalen Betriebsbedingungen nicht zu beanstanden sind. Der Deutschen Umwelthilfe wird sogar vorgeworfen, dass diese ihre Testergebnisse nur aufgrund nicht normaler Betriebsbedingungen erreicht hat. Damit gibt sie BMW recht.

Staatsanwaltschaft wartet ab

Die Münchner hatten bereits im Vorfeld der Untersuchungen der DUH vorgeworfen, nicht sauber gearbeitet, sondern in dem Test untypische Fahrweisen im Randbereich erzwungen zu haben, um plakativ hohe Emissionswerte zu erreichen. Man sieht sich nun bestätigt. Grundsätzlich gelte, Fahrzeuge der BMW Group würden nicht manipuliert, hieß es erneut aus der Münchner Konzernzentrale.

Die Münchener Staatsanwaltschaft will nun erst einmal warten, bis sie das Ergebnis des KBA schriftlich vorliegen hat. Dann erst soll entschieden werden, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird oder nicht. Bei der DUH hat man die Kritik zurückgewiesen und fordert die Offenlegung der Messungen des KBA.


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