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Meistgelesener Theologe Jörg Zink stirbt im Alter von 93 Jahren

Der evangelische Theologe und Bestseller-Autor Jörg Zink ist tot. Er starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Stuttgart, wie seine Familie am Sonntag mitteilte.

Stand: 11.09.2016

Als Prediger und Autor erreichte Zink Millionen von Menschen. Mit rund 200 Büchern und 14 Millionen verkauften Exemplaren gilt er als meistgelesener evangelischer Theologe. Mehr als hundert Mal sprach der Geistliche in der ARD das "Wort zum Sonntag".

1965 übersetzte er das Neue Testament in eine verständliche, zeitgemäße Sprache und landete damit einen Bestseller. Weitere Bestseller waren die Bücher "Womit wir leben können" und "Die Welt hat Zukunft".

Zink galt als einer der wichtigsten Mitstreiter der Friedens- und Ökologiebewegung. So war er Gündungsmitglied der Grünen und engagierte sich für die Idee des von den Nazis ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer, ein weltweites Friedenskonzil zu installieren.

Regelmäßiger Redner bei Kirchentagen

Der promovierte Theologe aus Stuttgart trat regelmäßig als Redner bei Deutschen Evangelischen Kirchentagen auf. Für sein Lebenswerk erhielt er 2004 den Predigtpreis des Verlags der Deutschen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr wurde er zum Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg ernannt. Zink war auch ein begeisterter Fotograf, Dokumentarfilmer und Schreiner.

Zinks Eltern waren gestorben, als er erst drei Jahre alt war. Von da an wuchs er bei einer Lehrerin auf. Er leistete Kriegsdienst als Flieger bei der Luftwaffe. Mitunter auch die Kriegserfahrungen veranlassten ihn, Theologie zu studieren.

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Thomas Hoffer, Montag, 12.September, 14:13 Uhr

2. Ihr Beitrag zum Tod von Jörg Zink

Danke für diesen kurzen, aber sehr informativen Beitrag. Ich denke, es ist eine gute Beschreibung seiner Person und seines Lebenswerks. Sinnvoll wäre m.E. noch ein Hinweis darauf, dass er sich in den letzten 15 (?) Jahren sehr intensiv mit der Mystik auseinandergesetzt hat , auch gemeinsam mit Dorothee Sölle.

Thomas Hoffer

  • Antwort von Christoph Franke, Dienstag, 20.September, 14:11 Uhr

    Richtig! Wer seine Selbstbiografie liest, versteht, dass Zink ein Mystiker war. Sein Örper ist von uns gegangen, aber sein Geist bleibt lebendig, zumindest in seinen Büchern.

Ingrid Gue-Büttner, Montag, 12.September, 14:12 Uhr

1. Kondolenz

Ich trauere um einen wundervollen Menschen, der mir in meinem Leben immer wieder Kraft gegeben hat und mein Leben sehr bereichert hat. Danke??Allen Angehörigen mein Mitgefühl.