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Sprengstoffverdacht nicht erhärtet Doch keine TATP-Spuren

Bei Einlasskontrollen im Bundesinnenministerium waren am Handy eines syrischen Flüchtlings mutmaßlich Sprengstoffspuren festgestellt worden. Der Verdacht erhärtete sich nach Informationen des ARD-Politmagazins report München bei anschließenden Untersuchungen allerdings nicht.

Von: Stefan Meining

Stand: 21.10.2016

Eingang des Bundesinnenministeriums  | Bild: picture-alliance/dpa

Laut report München stellte sich inzwischen heraus, dass sich am Mobiltelefon und auch an der Brieftasche des syrischen  Flüchtlings, der am 20. Oktober als Teil einer Besuchergruppe das Bundesministerium des Inneren betrat, doch keine Spuren des höchst gefährlichen Sprengstoffes TATP befanden.

Erst Handy, dann auch Geldbörse verdächtig

Der Sprengstoff TATP

TATP ist ein hochgefährlicher Sprengstoff und wurde auch in der Chemnitzer Wohnung des vor wenigen Tagen verstorbenen Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr von den Ermittlungsbehörden gefunden.

Während der Einlasskontrolle im Bundesinnenministerium in Berlin waren bei dem Besucher zunächst an dessen Handy die Spuren des Sprengstoffes festgestellt worden. Dennoch konnte der Besucher, ein 1997 geborener syrischer Flüchtling, weiter an der Führung teilnehmen. Anschließend wurde der in Damaskus geborene Jugendliche erneut untersucht. Diesmal entdeckte das Sicherheitspersonal zudem TATP-Spuren an der Geldbörse des jungen Mannes. Bei weiteren Unstersuchungen erhärtete sich dieser Verdacht allerdings nicht.

Stellungnahme des BMI

"Am 20.10.2016 sind im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle für Besucher im Eingangsbereich des Bundesministerium des Innern Auffälligkeiten bei einer Person festgestellt worden. Die Person wurde an das zuständige LKA Berlin übergeben. Dort erfolgt die weitere Sachverhaltsaufklärung. Die Sicherheitsmaßnahmen im BMI haben gegriffen."

Stellungnahme des Bundesministeriums des Inneren


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