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Waldbrandgefahr in Bayern Gefährliche Hitze

In Bayern ist die Waldbrandgefahr derzeit besonders hoch. In vielen Regionen gilt laut Deutschem Wetterdienst die zweithöchste Warnstufe. Schuld sind die anhaltende Hitze - und oft auch der Mensch.

Von: Alexander Brutscher

Stand: 19.06.2017

Eine Zigaretten entzündet Laub im Wald | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Es wird heiß: In vielen Orten Bayerns steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen über 30 Grad. Außerdem wird es laut Deutschem Wetterdienst auch windiger. Ein Problem, denn dadurch nimmt die Verdunstung zu, die Böden werden trockener und damit anfälliger für Brände. Ungemütlicher Nebeneffekt: Sollte es wirklich zu einem Brand kommen, würde sich das Feuer durch den Wind schneller verbreiten.

Waldbrandgefahr in Bayern

Höchste Warnstufen für den Norden Bayerns

Die höchsten Warnstufen gelten momentan für Unterfranken, Oberfranken, die Oberpfalz, Teile Mittelfrankens sowie vereinzelt in Niederbayern und im nördlichen Oberbayern. Im südlichen Oberbayern und im Allgäu hat es mehr geregnet – die Waldbrandgefahr ist dort deshalb niedriger als im Norden von Bayern.

Risikofaktor Mensch

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fordert dazu auf, im Wald weder zu grillen noch zu rauchen. Offenes Feuer dürfe nur im Abstand von mindestens 100 Metern zum Wald entzündet werden. Außerdem solle man auch Autos nicht auf trockenem Gras am Waldrand abstellen – die Katalysatoren könnten sich stark erhitzen und so zur Gefahr werden.

"Die meisten Waldbrände werden durch Menschen ausgelöst."

Lisa Brunnbauer, DWD - Agrarmeteorologische Forschung und Beratung Weihenstephan


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