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Elektromobilität im Aufwind Infineon erwartet rasantes Wachstum in China

Auch wenn immer mehr Unternehmen über schwierige Bedingungen in China klagen: Der Halbleiterkonzern Infineon erwartet dort weiter rasantes Wachstum. Schon jetzt erwirtschaften die Münchener mehr als die Hälfte ihres Geschäftes in Asien, dieser Trend soll sich fortsetzen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Thema Elektro-Mobilität.

Von: Stephan Lina

Stand: 30.05.2017

Infineon-Zentrale in Neubiberg | Bild: picture-alliance/dpa

Weg von der billigen Werkbank, hin zu einer modernen Wirtschaft mit High-Tech-Industrien. Die Wirtschaftspolitik der Regierung in Peking sorgt bei Infineon vor Ort für zweistellige Wachstumsraten. Denn die Münchener gehören zu den führenden Lieferanten etwa der chinesischen Solar- und Automobilindustrie.

Die Faustregel dort ist: Je hochwertiger ein Produkt, desto mehr Chips werden benötigt, sagte Infineon-Chef Reinhard Ploss dem Bayerischen Rundfunk:

"Bei uns ist das Automobil derzeit der große Wachstumstreiber – sowohl was das Thema absolute Zahl an Autos angeht, die verkauft werden, aber auch die Autos mit Elektroantrieb sind hier sehr stark im Kommen. Beides Elemente, wo Infineon stark ist, was uns im Wachstum natürlich unterstützt."

Infineon-Chef Reinhard Ploss

In den vergangenen Jahren wuchs der Umsatz von Infineon in China jeweils zweistellig auf zuletzt rund 1,6 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen weiteren Sprung auf dann 1,9 Milliarden. Dieses Wachstum will Konzernchef Reinhard Ploss durch verstärkte Forschung vor Ort absichern, etwa durch Kooperationen mit lokalen Universitäten.


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