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Steuernachzahlungen In der ADAC-Zentrale droht ein massiver Stellenabbau

In der ADAC Zentrale geht die Angst um. Der Verein hat 90 Millionen Euro Versicherungssteuern nachzuzahlen. Das sorgt offensichtlich für zusätzlichen Druck auf die Geschäftsführung, die Kosten zu senken. Denn die Beiträge sollen nicht erhöht werden. Es droht ein massiver Stellenabbau.

Stand: 14.11.2017

ARCHIV - Die Fassade der ADAC-Zentrale, aufgenommen am 30.06.2014 in München (Bayern). In der Bilanz-Pressekonferenz des Automobilclubs ADAC vom 30.06.2014 geht es vor allem um die Reformen innerhalb des Vereins. (zu dpa "ADAC leistet 90 Millionen Steuernachzahlung" vom 13.11.2017) Foto: Peter Kneffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Die Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretern haben gestern Abend begonnen, wie Betriebsrat und ein Pressesprecher des ADAC dem Bayerischen Rundfunk bestätigt haben. Der Verein muss sparen, wenn nicht drohen bis 2020 strukturelle Verluste von bis zu 170 Millionen Euro, wie die Geschäftsführung vorrechnet.

Drohender Stellenabbau in der ADAC-Zentrale

Man habe zwar Reserven, aber man wolle nicht von der Substanz leben, so der Pressesprecher. Deshalb sollen in der Münchner Zentrale bis 2020 350 bis 400 Stellen gestrichen werden. Die eigenständigen Regionalclubs seien davon nicht betroffen. Dass gespart werden muss, sehen offensichtlich auch die Arbeitnehmervertreter ein. Nun gehe es darum, soviele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, erkärte der Betriebsratsvorsitzende Bernd Hapke nach dem ersten Gespräch. Er habe ein gutes Gefühl. Allerdings ist auch klar, dass Stellen gestrichen werden. Da habe man viele Möglichkeiten über Altersteilzeit, freiwillige Abfindungsangebote bis hin zu der Nicht-Nachbesetzung von Stellen.

Ein bisschen Zeit beim Stellenabbau

Positiv bewertet Hapke, dass der Arbeitsplatzabbau über die nächsten drei Jahre stattfinden soll. Da habe man ein bisschen Zeit. Betriebsbedingte Kündigungen sind aber auch nicht ausgeschlossen.


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Kommentare

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Hrdlicka, Dienstag, 14.November, 15:51 Uhr

3. Opfer

Dumm, dass wieder einmal der Standortvorteil Bayern wegfällt...aber gerecht !

Gretchen, Dienstag, 14.November, 10:22 Uhr

2. Saludos Amigos?

Der ADAC mußte, durch eine "großzügige Regelung der bayerischen Steuerbehörden" bisher keine Versicherungssteuer bezahlen.

Das Bundeszentralamt für Steuern hat im Juli einen entsprechenden Bescheid erlassen und damit die jahrzehntelange Großzügigkeit der bayerischen Finanzbehörden beendet. Der ADAC hat die Forderung akzeptiert und fristgerecht bezahlt.

Allein für die Jahre 2014 und 2015 müssen knapp 90 Millionen Euro Steuer nachgezahlt werden.

Söders Finanzverwaltung steht da gar nicht gut da. Mich erinnert das schon etwas an die Amigozeiten der CSU. Wenn der Mann jetzt auch noch Ministerpräsident wird, kommt dann die Ära Strauß - Streibl zurück?

Francesco, Dienstag, 14.November, 10:17 Uhr

1. Hat dies vielleicht jemand...

nach all den Skandalen anders erwartet. Mit Unterstützung der CSU (Steuersatz) und unter weitestgehender Beibehaltung der alten Führungsriege (zwecks Verschleierung und Rettung der eigenen Haut...) hat man nur verzögert, aber nicht, wie dringend erforderlich, analysiert und neu aufgestellt. Typische Bayerische Politik: Schützen und Retten von CSU.nahen Einzelpersonen/Managern auf Steuerzahlers Geld.....