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Steigende Zahlen Immer mehr Keuchhusten in Bayern

Die Krankheit ist hochansteckend und besonders für Säuglinge und Kinder gefährlich: Die Zahl der registrierten Fälle von Keuchhusten ist im Freistaat stark gestiegen. Die Gesundheitsministerin ruft zur Impfung auf.

Stand: 13.01.2018

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Schülerin führt in einer Schule in Flensburg ihre Hand beim Husten vor den Mund. Keuchhusten ist in Bayern auf dem Vormarsch: Die Zahl der diagnostizierten Fälle ist seit dem Jahr 2013 um rund 29 Prozent angestiegen. (zu dpa « Keuchhusten breitet sich aus» vom 13.01.2018) Foto: Angelika Warmuth/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

Keuchhusten ist in Bayern auf dem Vormarsch: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit spricht von über 3.400 Erkrankungen im vergangenen Jahr, das bedeutet ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2013. Vier Jahre zuvor waren es erst 2.638 Fälle. Der Trend gehe in Bayern, aber auch in anderen Bundesländer nach oben, betonte die Sprecherin.

Impflücken machen sich bemerkbar

Zum einen begünstigten Impflücken in der Bevölkerung die Ansteckungen. Andererseits werde Keuchhusten zunehmend besser erfasst. Eine bundesweite Meldepflicht gibt es erst seit dem Frühjahr 2013. Langzeitbeobachtungen liegen deshalb erst in einigen Jahren vor. Auch in Bayern werden Keuchhusten-Fälle vom LGL erst seit 2013 erfasst.

"Keuchhusten ist hochansteckend. Nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz - für sich und für andere Menschen."

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU)

Gerade für Säuglinge sei es wichtig, dass sie nicht durch ihr Umfeld angesteckt würden. "Denn sie sind am meisten von schweren Krankheitsverläufen betroffen", so Huml. Patienten leiden wochenlang unter zum Teil heftigen Hustenanfällen. Die häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung.

Impfungen ab dem dritten Monat

Die Keuchhusten-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission empfohlen. Im Ausland ist sie zum Teil sogar Pflicht. Die Grundimmunisierung der Säuglinge und Kleinkinder sollte demnach unmittelbar nach Vollendung des zweiten Lebensmonats begonnen und fortgeführt werden. Auffrischungsimpfungen erfolgen zuerst mit 5 bis 6 Jahren.

Eine weitere Auffrischungs-Dosis erfolgt zwischen 9 und 17 Jahren.

Sendungsbezug: Bayern 3, 13.01.2018, 8.00 Uhr


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Kommentare

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Elisabeth, Samstag, 13.Januar, 11:20 Uhr

1. Irgendwann müßte mal mit einem Gesetz reagiert werden.

Solange bei uns keine Impfpflicht eingeführt wird, kommt es immer wieder zu diesen Problemen.
Kinder ohne ausreichenden Impfschutz sollte sowohl ein Kita- als auch ein Kindergartenplatz verwehrt werden.

  • Antwort von Hajo, Samstag, 13.Januar, 11:29 Uhr

    Stimmt.
    Man kann halt nicht alles haben.
    Wenn ich den Geschäftsbedingungen von facebook oder WhatsApp nicht zustimme, komme ich auch nicht rein, auch wenn mir die Bedingungen eigentlich nicht gefallen. Ich kann mitmachen oder es ganz lassen - je nach meiner Überzeugung. Light-Version ist nicht.