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Sieg gegen Freistaat Bayern Hubert Haderthauer darf Honorare behalten

Das Münchner Landgericht hat die Klage des Freistaats Bayern gegen Hubert Haderthauer abgewiesen. Damit muss der suspendierte Landgerichtsarzt Honorare in Höhe von gut 89.000 Euro nicht zurückzahlen.

Von: Hans Häuser

Stand: 17.02.2016

Hubert Haderthauer | Bild: picture-alliance/dpa

Haderthauer hatte das Geld für Gutachten und gerichtlich und staatsanwaltschaftlich angeordnete Drogen-Screenings erhalten. Der Freistaat forderte die Rückzahlung, unter anderem weil Haderthauer kein Laborarzt, sondern Landgerichtsarzt sei und seine Fachkunde für die Screening-Untersuchungen nicht nachgewiesen habe.

Das sah das Landgericht anders: Nur weil Haderthauer außerhalb seiner formellen fachärztlichen Kompetenz gehandelt habe, sei der Auftrag für die Gutachten nicht unwirksam. Zudem seien dem Freistaat die Umstände von Anfang an bekannt gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weitere Prozesse gegen Haderthauer

Gegen Hubert Haderthauer laufen weitere Prozesse, unter anderem ein Strafverfahren wegen Betrugs und Steuerhinterziehung. Im Zentrum steht dabei die Firma Sapor Modelltechnik, die von Straftätern gefertigte Modellautos verkauft hat. Hubert Haderthauer und seine Frau, die frühere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer, waren nacheinander Gesellschafter. Im Landtag befasst sich ein Untersuchungsausschuss mit den Vorgängen.


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