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Umfrage der Verbraucherzentrale Hersteller erschweren Reparatur von Haushaltsgeräten

Do it yourself! Das war einmal - zumindest, was Reparaturen von elektronischen Haushaltsgeräten wie Föhne, Wasserkocher oder Rasierapparate. Es fehlen Anleitungen oder die Geräte lassen sich nicht öffnen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat dazu 31 Herstellern befragt.

Stand: 13.11.2017

Ein Mann repariert einen Toaster mit einem Schraubenzieher | Bild: picture-alliance/dpa

Haushaltsgeräte wie Föhne, Wasserkocher oder Rasierapparate lassen sich laut einer Studie oft kaum in Eigenregie reparieren, weil Anleitungen fehlen oder die Geräte beim Öffnen des Gehäuses zerstört werden. Das stellte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am Montag nach einer Umfrage bei 31 Herstellern fest.

"Massive Hindernisse" für freie Werkstätten

Viele Markenhersteller bauten «massive Hindernisse» auf, kritisierten die Verbraucherschützer. Das schade nicht nur handwerklich begabten Käufern, sondern auch dem Wettbewerb auf dem Reparaturmarkt mit freien Anbietern. 19 von 26 Herstellern, die auf die Umfrage geantwortet haben, gaben demnach an, Reparatur-Anleitungen nur an Vertragswerkstätten weiterzugeben. Damit werde freien Werkstätten die Arbeit erschwert, so die Verbraucherzentrale.

Geräte lassen sich nicht öffnen

Probleme bei der Öffnung der Geräte gibt es nach den eigenen Angaben der Hersteller vor allem bei Kleingeräten wie Föhnen, Bügeleisen oder Toastern. Zehn der befragten Firmen hätten gemeldet, «schwierig oder gar nicht zu öffnende Produkte» im Sortiment zu haben. Ein bekannter Hersteller räumte ein, gleich fünf Produktgruppen, nämlich Föhne, Wasserkocher, Toaster, elektrische Zahnbürsten und Rasierapparate anzubieten, die nicht ohne Zerstörung geöffnet werden können. Obendrein liefert das Unternehmen für diese Produkte auch keine Ersatzteile. Eine Reparatur ist damit praktisch ausgeschlossen.

Die Hersteller würden ihr Vorgehen teils mit Gefahren bei selbstständigen Reparaturen begründen und auf Fachwissen der Vertragswerkstätten verweisen, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale. Dennoch sollte man Bürgern und freien Werkstätten wenigstens die Möglichkeit für Reparaturen geben.


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