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Joachim Herrmann zu Terrorwarnung "Konkreter Ort, konkrete Zeit"

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann verteidigte in einer Pressekonferenz die nächtlichen Maßnahmen gegen einen möglichen Terrorangriff. Es hätte Informationen zu einer konkreten Zeit und zu konkreten Orten gegeben.

Stand: 01.01.2016

"Ich habe diese Entscheidung für richtig gehalten, da wir hier angesichts solcher konkreter Drohungen nicht unnötige Risiken eingehen können", das sagte Joachim Herrmann (CSU) in der Pressekonferenz am frühen Morgen.

Der Hinweis stamme von einem "befreundeten Nachrichtendienst". Als Anschlagsziele galten demnach der Münchener Hauptbahnhof und der Bahnhof in Pasing. Die Informationen seien zwar "nicht zu hundert Prozent belastbar" gewesen, hätten aber nicht ignoriert werden können. Angesichts der allgemeinen Gefährdungslage sei es richtig gewesen, die Bevölkerung zu warnen und die Bahnhöfe zu räumen.

Hinweise auf Anschlagspläne des "IS"

Das Bundeskriminalamt habe die bayerische Polizei gestern Abend darüber informiert, dass "von Seiten des IS" ein Anschlag in München geplant sei, berichtete Herrmann weiter. Der Hauptbahnhof und der Bahnhof im Stadtteil Pasing wurden vorübergehend abgesperrt, die Polizei warnte eine Stunde vor Beginn der Silvesterfeierlichkeiten vor Menschenansammlungen.


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