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Kripo warnt vor Trojanern Erpresser-Software jetzt auch auf Smartphones

Die Schadprogramme haben das Smartphone erreicht: Das Kölner Polizeipräsidium warnt vor Betrügern, die Handys sperren und ein "Lösegeld" für die Entsperrung verlangen. Bezahlen nützt nichts - aber man kann sich schützen.

Von: Achim Killer

Stand: 13.12.2015

Frau mit Smartphone in der Hand | Bild: picture alliance/dpa

PC-Anwender kennen das: Auf dem Bildschirm oder im Browser erscheint die Meldung, der Rechner oder der Browser sei von der Polizei gesperrt worden, weil Raubkopien oder Kinderpornografie gefunden worden seien. Nach dem Bezahlen einer Geldstrafe könne der Rechner wieder benutzt werden.

Nachfolger des "BKA-Trojaners"

Die Polizei hat mit solch dubiosen Vorkommnissen natürlich nichts zu tun. Vielmehr sind Betrüger am Werk. Ransom- oder Erpresser-Software heißen die von ihnen verwendeten Schadprogramme. Der so genannte BKA-Trojaner ist das bekannteste Exemplar.

Jetzt hat die Erpressungswelle auch Handys erreicht. Die Gauner fordern Lösegeld in Form von Gutschein-Codes. Nach den aktuellen Erfahrungen der Kölner Polizei hilft das Bezahlen allerdings nichts. Oft aber könne die Sperre aufgehoben werden, indem das Handy auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird.

Erpressung liegt im Trend

Generell hilft gegen Ransomware, regelmäßig Back-ups zu ziehen. Wer Sicherungskopien von seinen Daten und eventuell sogar vom System angelegt hat, der ist nicht erpressbar.

Besonders wichtig wird dies im neuen Jahr: Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro sieht in der digitalen Erpressung den wichtigsten Trend 2016 auf dem Gebiet der Internet-Kriminalität.

Wie schädigen Trojaner den Computer?

  • Achim Killer | Bild: BR Achim Killer

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