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Guttenberg ist wieder da Ex-Hoffnungsträger berät CSU-Chef Seehofer

Horst Seehofer hat sich mit dem ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg getroffen. Die CSU berichtet über ein "sehr freundschaftliches" Gespräch. Guttenberg werde zum Kompetenzteam der Partei gehören.

Stand: 02.10.2015

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer (l) sitzt am 29.10.2010 München auf dem Parteitag der CSU vor Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.  | Bild: picture-alliance/dpa

Wann und wo das Gespräch stattgefunden hat, teilt die CSU zwar nicht mit. Klar wird aber: Der einstige Hoffnungsträger soll wieder eine Rolle in der Partei spielen. Man habe ausgelotet, ob es Möglichkeiten zu einer Beteiligung Guttenbergs an maßgeblichen inhaltlichen Diskussionen geben könne, teilt die CSU in einer Presseerklärung mit.

Beratung ja, Rückkehr nein

Allerdings: Sein Lebensmittelpunkt werde weiter in den USA liegen, machte der Ex-Minister klar. Guttenberg ist Chef und Gründer des Unternehmens "Spitzberg Partners LLC" in New York. Die Firma sieht sich als Beratungsunternehmen für internationale Politik, Wirtschaft und Technologie. Sie beschäftigt nach eigenen Angaben ein wachsendes Team exzellenter Analysten - mit wirtschaftlicher, politischer und akademischer Erfahrung.

Trotz der räumlichen Entfernung sei Guttenberg bereit, die CSU "themenbezogen zu unterstützen und auf Einladung des Parteivorsitzenden am Kompetenzteam teilzunehmen", heißt es weiter. Wo er seine Erfahrungen ins Kompetenzteam einbringen will, machte "KT" auch klar: Bei geopolitischen, sicherheits- und außenpolitischen Themen sowie bei Fragen der Digitalisierung und neuer Technologien.

"Dies ist der Versuch einer bescheidenen Unterstützung meiner politischen Heimat durch bestehende und gewonnene Erfahrungswerte und internationale Netzwerke."

Karl-Theodor zu Guttenberg.

Seehofer freut sich über "Bereicherung"

Seehofer jedenfalls freut sich: Mit "seinem Können, seiner Erfahrung und seinen internationalen Verbindungen" werde er die Arbeit der Partei "wirksam bereichern", so Seehofer. Der "herausragende Kopf" solle sein Wissen und Können themenbezogen einbringen, schildert die Süddeutsche Zeitung.

Chronologie: Gefallener Star

Zu Guttenberg war 2011 wegen der Plagiat-Affäre um seine Doktorarbeit von allen politischen Ämtern zurückgetreten und danach mit seiner Familie in die USA gezogen. Spekulationen über eine mögliche Rückkehr in die deutsche Politik rissen nie ab.


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normallo Bürger, Samstag, 03.Oktober, 21:16 Uhr

50. Meineid

jeder soldat schwört auf die Fahne Deutschland und dieser blödy als oberster Soldatenführer leistet ein Meineid. Vorbild?? ja in der Münchhausen Akademy, fehlt nur noch das er auch auf einer Kanonenkugel fliegen möchte

Nostradamus, Samstag, 03.Oktober, 16:27 Uhr

49.

@Birgit Ritscher: Wie die Überschrift schon sagt: Ex-Hoffnungsträger, werden glaube ich nicht gebraucht. Was soll man von ihm noch lernen - vielleicht wie man Vorbild ist?
Oder meinen Sie vielleicht man könnte jetzt von ihm lernen, was er in den vergangen Jahren in den USA gelernt hat? :-) Da wird jeder wissen was das ist!

Birgit Ritscher, Samstag, 03.Oktober, 13:36 Uhr

48. Guttenberg

Solche Menschen wie Guttenberg braucht Deutschland. Ich freue mich das Herr Seehofer erkannt hat wie wichtig und gut die Zusammenarbeit mit Herrn Guttenberg ist. Ich finde das beide sehr viel für Deutschland und Bayern bewirken können.

Elisabeth Grund-Schneider, Samstag, 03.Oktober, 07:18 Uhr

47. Herr von Gutenberg beraet Herrn Seehofer

Das scheint eine gut Entwicklung zu sein,Viel Glueck.

Axel Römer, Samstag, 03.Oktober, 04:19 Uhr

46. Seehofers fataler Irrtum

Glaubt Seehofer denn tatsächlich, dass die Zeit für die Rückkehr des Lügenbarons bereits gekommen sei?

Die Kompetenzen, die er sich selber zuschreibt, nimmt ihm doch Niemand, der die Plagiatsaffäre damals verfolgt hat, auch nur ansatzweise ab. Das Chaos, das auch er damals bei der Bundeswehr angerichtet hat, verfolgt Frau von der Leyen bekanntlich noch bis heute.

Stattdessen vermute ich, dass sich die CSU von ihm beraten lässt, wie sie die Wähler am besten belügen und betrügen kann. Denn das scheinen mir schon eher seine Kernkompetenzen zu sein.

Hat die CSU das wirklich nötig?